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Arabellion: Bahrain gerät in Vergessenheit

02.06.2011

In Bahrain wurde der Mitte März verhängte Ausnahmezustand aufgehoben. Panzer und Soldaten haben sich nach Angaben von Anwohnern bereits zurückgezogen.

Die Demonstrationen gegen das Königshaus waren Anfang des Jahres erst durch Sicherheitskräfte und Nationalgarde, dann durch die (saudische) Armee brutal niedergeschlagen worden. Dabei sollen zwischen 20 und 30 Menschen getötet worden sein.

Und was kommt jetzt, nachdem der Ausnahmezustand aufgehoben ist? Aus den hiesigen Medien erfuhr und erfährt man grundsätzlich wenig zur aktuellen Lage im Königreich.

Der König Hamad bin Issa al-Khalifa kündigte zu Beginn der Woche einen Dialog mit allen politischen Gruppierungen an. Dabei wird der Herrscher vermutlich einige Eingeständnisse machen (müssen), große Reformen, die seine Macht beschneiden, dürften allerdings ausbleiben.

Dieser Ausgang wird vor allem die Amerikaner erfreuen. Zwar hatte auch US-Präsident Barack Obama (relativ spät) zum Gewaltverzicht in Bahrain aufgerufen, doch eine stabile Lage unter einem König ist für den Erhalt des strategischen US-Flottenstützpunktes im Königreich klar der sicherere Weg.

Ärgern dürfte die Stabilisierung und der Machterhalt des Königs den Iran. Die islamische Republik hätte durch ein politisches Chaos ihren Einfluss in Bahrain vergrößern können.

Foto: Platz der Perle, Manama, Bahrain; Flickr: Fractal 00, CC-Lizenz

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