EURO: PLÄNE um Währungsfonds gehen zügig voran
Die Idee eines Europäischen Währungsfonds wird weiter vorangetrieben und erhält weitere Unterstützung. Schon am kommenden Montag wollen sich die Mitgliedstaaten der Euro-Länder auf eine Lösung einigen. Während Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker am Dienstag bei einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel seine Unterstützung noch einmal unterstrich und dem Vorschlag von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble zustimmte, gab es jedoch auch neue Gegenstimmen – zum Beispiel von Bundesbankchef Axel Weber: es sei entscheidender, den Stabilitätspakt zu “härten”, als über neue Institutionen nachzudenken, kommentierte Weber, der momentan als Kandidat für die Nachfolge von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet gehandelt wird. Welche Rolle die Europäische Zentralbank (EZB) überhaupt im Zusammenhang des neuen Währungsfonds hätte, ist weiterhin nicht geklärt.
Berichterstattung: SPIEGEL, FTD, ZEIT/dpa
Friedensprozess: ISRAEL sorgt für neue SPANNUNGEN
Nach Bemühungen der USA um die Wiederaufnahme der Nahost-Friedensverhandlungen hat Israel am vergangenen Dienstag den Bau von rund 1600 neuen Wohnungen in Ost-Jerusalem angekündigt. US-Vizepräsident Joe Biden, der derzeit Gespräche zur Wiederbelebung des Friedensprozesses führt, kritisierte die neuen israelischen Baupläne mit deutlichen Worten: “Wir müssen eine Atmosphäre schaffen, die Verhandlungen unterstützt, und nicht eine, die diese verkompliziert”. Weiterhin sprach er davon, dass der Zeitpunkt der Ankündigung das jetzt notwendige Vertrauen unterwandert.
Erst am Wochenende hatten sich die Palästinenser für neue indirekte Gespräche bereiterklärt. Als Reaktion auf die israelischen Ankündigungen folgten jedoch schon Äußerungen, die die Friedensverhandlungen als gescheitert ansahen.
Berichterstattung: Deutsche Welle, Focus
Griechenland: Papandreou erhält UNTERSTÜTZUNG von OBAMA
Am gestrigen Dienstag traf sich Griechenlands Ministerpräsident Giorgos Papandreou mit US-Präsident Barack Obama um u.a. über die griechische Haushaltskrise zu sprechen. Papandreou sagte nach dem Treffen, dass auch Obama die europäischen Initiativen unterstütze. Weiterhin soll sein Appell zur Zügelung der Spekulanten Anklang beim US-Präsidenten gefunden haben. Er habe die USA zu einer stärkeren Kontrolle von Hedgefonds und Währungsspekulanten aufgefordert und zugleich auch vor einer Gefahr für die Vereinigten Staaten gewarnt, berichtete Papandreou.
Berichterstattung: Sueddeutsche, Basler Zeitung