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Libyen-Krise: Forderung nach Boykott von Tamoil- und HEM-Tankstellen ist Unsinn

26.02.2011

Tamoil ist ein libyscher Ölkonzern. Das ist für die Grünen angesichts der aktuellen Lage in dem nordafrikanischen Staat offenbar Grund genug, um zum Boykott gegen Tamoil- und HEM-Tankstellen aufzurufen.

“Man sollte nicht mehr bei Tamoil und HEM tanken. Ein Boykott gegen Tankstellen in libyschem Besitz ist zwar nur ein symbolischer Akt, zeigt aber, dass wir mit dem Diktator nichts mehr zu tun haben wollen”, so Bundestags-Fraktionsvize Bärbel Höhn in der BILD-Zeitung.

In der Tat ist die Lage in Libyen kritisch und die Weltgemeinschaft muss unverzüglich handeln – politisch handeln! (siehe auch hier und hier)

Ein Boykott dieser Tankstellen ändert an der Situation in Libyen allerdings rein gar nichts. Es trägt weder zum Stopp des Tötens bei noch setzt es das Regime von Gaddafi unter Druck. Wem es jedoch schadet: den deutschen Tankstellenpächtern.

Ist es die Angst vor größeren und wirksameren Schritten gegen Libyen, die solche Forderungen hervorbringt?

Foto: Tamoil-Tankstelle, Foto: M.Minderhoud, CC via Wikimedia Commons, Abwandlung

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