Filed Under:  Ausland, News, Politik

Afghanistan: Anschläge auf Entwicklungshelfer könnten Diskussion um Abzugstermin beeinflussen

25.12.2010

Wie bereits heute Nacht im Newsletter gemeldet ist an Heiligabend ein deutscher Entwicklungshelfer nach einem Anschlag in Nordafghanistan ums Leben gekommen. Das Ereignis zeigt wieder einmal, wie gefährlich der Einsatz in Afghanistan auch für ausländische Helfer ist.

Nach SPIEGEL-Informationen haben sich die Taliban bereits zu dem Anschlag bekannt:

Die Taliban haben sich zu dem Angriff bekannt – und mit weiteren Attacken gegen deutsche und ausländische Helfer in Nordafghanistan gedroht.
Ihr Sprecher Sahibullah Mudschade meldete sich am Morgen nach dem Angriff telefonisch bei mehreren Journalisten. Dabei meldete er, die Kämpfer hätten einen deutschen Entwicklungshelfer getötet. Alle Helfer würden mit dem Militär der ausländischen Schutztruppe Isaf kooperieren, und so sei “jeder Ausländer hier in der Region ein Feind der Taliban”.

Die immer neuen Anschläge im Norden des Landes könnten auch weiter den Abzugstermin der deutschen Bundeswehrsoldaten bestimmen. Zwar will man die Kontingente  im Jahr 2011 erstmals verringern und die “Übergabe der Sicherheitsverantwortung” einleiten. Die Frage bleibt in der jetzigen Situation jedoch: An wen? Und wer soll führen? (siehe dazu auch Afghanistan-Debatte: Es geht nicht um Termin)

Foto: US-Soldaten/Afghanistan, U.S. Air Force photo/Staff Sgt. Brian Ferguson, Flickr: The U.S. Army, CC

Inhalt teilen
  • Print
  • Digg
  • StumbleUpon
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Yahoo! Buzz
  • Twitter
  • Google Bookmarks
  • email
  • Google Buzz
  • MisterWong.DE
  • MySpace
  • Yigg

Tags:  , , , ,

Von

BFP auf Facebook