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Mexikos Drogenkrieg: Jetzt haben die Kartelle auch Blogger im Visier

15.09.2011

Aufgrund der vielen Entführungen und Morde an Journalisten haben einige mexikanische Medien die Berichterstattung über den Drogenkrieg bereits heruntergefahren. Mehr und mehr verlagern sich Meldungen über Ereignisse im Krieg der Kartelle in die sozialen Medien und auf Blogs. Dass die Drogenbosse auch das nicht dulden möchten, haben sie jetzt in Nuevo Laredo klargemacht.

Getötet und gefoltert

Zwei Personen wurden in der Grenzstadt im Nordosten Mexikos getötet, zuvor wahrscheinlich gefoltert. Man fand die Leichen zusammen mit folgender Botschaft (engl. Übersetzung vom Danger Room):  ”This will happen to all the internet snitches (Frontera al Rojo VivoBlog Del Narco, or Denuncia Ciudadano). Be warned, we’ve got our eye on you. Signed, Z.” Das “Z” steht dabei offenbar für das Drogenkartell Zetas (siehe Wikipedia).

Weitere Eskalationsstufe im Drogenkrieg

Zwar gibt es Medienberichten zufolge noch keine Hinweise auf die Täter und auch nicht, ob die getötete junge Frau und der junge Mann wirklich online über den Drogenkrieg diskutiert hatten, allerdings kann man die Drohung als weitere Eskalationsstufe in Mexikos Drogenkrieg bezeichnen.

Seit 2004 wurden mehr als 40 Journalisten getötet, viele weitere bleiben verschwunden. Jetzt, wo die sozialen Medien das Loch in der Berichterstattung zu füllen versuchen, werden auch sie verfolgt.

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