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Landtagswahlen Mecklenburg-Vorpommern: In Koblentz holte die NPD 33 Prozent

07.09.2011

109 Wähler gingen am vergangenen Sonntag in der Gemeinde Koblentz in Mecklenburg-Vorpommern an die Urne; 33 Prozent von ihnen gaben der NPD ihre Zweitstimme. Es ist ein trauriges Ergebnis aus einem 200-Seelen-Dorf, das von vielen demokratischen Parteien offensichtlich vernachlässigt wurde. Die niedrige Wahlbeteiligung (“Hallo Nicht-Wähler”) tat ihr Übriges.

An vielen Stellen versucht man, dieses Ergebnis zu analysieren. “Die waren regelmäßig hier, haben Wahlwerbung gemacht – keine andere Partei kümmert sich hier um die Menschen”, wird ein ehemaliger Gastwirt aus dem Dorf in einer dpa-Meldung zitiert. Auch die parteilose Bürgermeisterin sieht das so: “Sie haben uns allein gelassen und kommen nur alle paar Jahre zur Wahl vorbei”, sagt Ingelore Grygula in einer WELT-Meldung.

Der mehrheitlich auf die Städte fokussierte Wahlkampf der demokratischen Parteien hat den Rechtsextremen nicht nur in Koblentz ein starkes Ergebnis beschert. Auch in Postlow und Blesewitz kam die NPD auf 28,9 Prozent.

Foto: Daumen runter; Bestimmte Rechte vorbehalten von striatic

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