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Vom Protest-Zeltlager zu den größten Sozialprotesten in der Geschichte Israels

04.09.2011

Die Sozialproteste in Israel nehmen immer größere Dimensionen an. So gab es am Samstag zwar nicht den angekündigten Millionenmarsch, doch Schätzungen zufolge gingen knapp 400.000 Menschen auf die Straßen – ein neuer Rekord in der Geschichte Israels.

Wie bereits vor einigen Wochen hier auf breakfastpaper berichtet (hier und hier) protestieren die Menschen gegen die soziale Ungerechtigkeit, die teuren Lebenshaltungskosten und für bessere Bildungschancen. Trotz des guten Wirtschaftswachstums werde die Schere zwischen Arm und Reich immer größer, beklagen die Demonstranten.

In Tel Aviv sollen allein an diesem Samstag mehr als 300.000 Menschen auf die Straße gegangen sein. Selbst in Jerusalem waren es Schätzungen zufolge 60.000 Demonstranten. Den Anfang machte Mitte Juli ein Zeltlager der Protestbewegung “J14″ in Tel Aviv.

Die Regierung Netanjahus kann Proteste dieser Größe selbstverständlich auch nicht mehr ignorieren und kündigte Zugeständnisse an. Wie ernst es die Politik wirklich meint, wird man in spätestens zwei Wochen erfahren. In dieser Zeit soll ein “Experten-Team” Empfehlungen ausarbeiten.

Foto: Protest-Zeltlager in Tel Aviv; Bestimmte Rechte vorbehalten von bradbox

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