WikiLeaks veröffentlicht restliche US-Diplomatendepeschen im Alleingang
03.09.2011
Ursprünglich sollten die Namen der Informanten in den WikiLeaks zugespielten US-Diplomatendepeschen streng vertraulich behandelt und vor der Veröffentlichung geschwärzt werden. In Zusammenarbeit mit den Medienpartnern funktionierte dies eine ganze Zeit lang.
Nachdem aber eine verschlüsselte Original-Datei von WikiLeaks in den Umlauf kam und der britische Journalist David Leigh in einem Buch das Passwort zur Entschlüsselung der Kabel veröffentlichte, sind die unredigierten Daten praktisch für jedermann im Netz einsehbar. Inzwischen auch direkt bei WikiLeaks.org; eine “Flucht nach vorn”, wie der SPIEGEL treffend formulierte.
Ob Leigh davon ausging, dass das Passwort nur für eine, für ihn bereitgestellte Datei und nur zeitlich begrenzt gültig war oder nicht, kann nur er selbst beantworten. Fakt ist: durchaus sensible personenbezogene Informationen stehen jetzt öffentlich im Netz. Fakt ist auch: WikiLeaks nimmt enormen Image-Schaden und wird inzwischen zurecht als desorganisiert bezeichnet.
Tags: Diplomatendepeschen, WikiLeaks
Von David Hamann















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