Friday Bull, 26.08.11
26.08.2011

In unserer Reihe “Friday Bull” gibt Ihnen Fabian Huber wöchentlich eine Zusammenfassung der Neuigkeiten aus der Wirtschaft. Heute u.a. über unerlaubte Werbung bei Google, eine neue Art der Urananreicherung und über Umstrukturierungen bei HP.
Foto: Bestimmte Rechte vorbehalten, NYSE, Flickr: Walter Rodriguez (Anpassung)
Google – illegale Werbung kostet den Konzern 500 Millionen
Es ist verboten, in den USA Medikamente aus dem Ausland ohne Genehmigung der Lebensmittelbehörde FDA zu verkaufen. Daher zahlt Google jetzt eine schlappe halbe Milliarde US-Dollar um Ermittlungen wegen unerlaubter Werbung von kanadischen Onlinehändlern beizulegen. Da Google’s Werbeanzeigen auf einer Art Selbstbedienungsprinzip basieren, dürfte es sich grundsätzlich schwierig gestalten, solch einen Missbrauch in Zukunft völlig zu unterbinden. Die Strafsumme orientiert sich sowohl an den Werbeerlösen als auch an den Einnahmen der kanadischen Händler. (n-tv)
Foto: Bestimmte Rechte vorbehalten von Robert Scoble
Peter Brabeck-Letmathe – Ein Abstieg muss kein Scheitern bedeuten
Der ehemalige Vorstandschef und heute leitender Verwaltungsrat des weltgrößten Lebensmittelkonzerns Nestlé durfte die Lektion sehr früh lernen. Als leidenschaftlicher Bergsteiger ist diese Einstellung etwas, das überlebenswichtig sein kann. Seit dem World Economic Forum in 2005 setzt sich Brabeck jedoch verstärkt für den Kampf gegen Wasserknappheit und Hunger in der Welt ein. Nicht alle jedoch teilen seine Einschätzung und die Art der Vorgehensweise. (zeit.de)
Foto: Some rights reserved by World Economic Forum
RIM will Apple Konkurrenz machen
Der Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM) will mit einem neuen Musikdienst dem Marktführer Apple Konkurrenz machen. RIM kämpft seit einiger Zeit, um den Anschluss an seine Konkurrenten iPad, iPhone und Googles Android nicht vollständig zu verlieren. Mit dem neuen Musikangebot setzen die Kanadier vor allem auf den immer größer werdenden sozialen Netzwerkgedanken. Für eine monatliche Gebühr, soll zukünftig jeder Nutzer seine Musiksammlung um 50 Musikstücke erweitern können. Außerdem wird es möglich sein, seine Songs mit anderen Abonnenten zu teilen und dafür Zugriff auf deren Musik zu erhalten. (spiegel.de)
Ein Strohhalm, an den sich RIM hier klammert. Blackberry gerät seit einiger Zeit immer mehr in den Hintergrund. Grund dafür ist ganz klar der Erfolgszug von Apples iPhone und das immer stabilere und robustere Android Betriebssystem aus dem Hause Google. Ich bin gespannt, wie lange es dauert, bis dieser Service hier in Deutschland verfügbar ist. Die Rechtesituation dürfte hier auch von besonderer Bedeutung sein. Interessant klingt die Idee allemal und da Apple bisher keine Anstalten macht, ein vergleichbares Angebot zu implementieren, können wir wohl gespannt sein.
Foto: Some rights reserved by arrayexception
HP baut Softwarebereich aus und trennt sich von der PC-Sparte
Der weltgrößte IT-Konzern stößt seine PC-Sparte ab. Seit Montag landen sämtliche Lagerbestände an Personalcomputern auf den Ramschtischen. Dazu gehören alle PCs, Laptops und sogar die gerade erst aufwändig beworbene und neu eingeführte Tablet-PC Palette. Etwa zeitgleich gab der 58-jährige Léo Apotheker, CEO von Hewlett-Packard, den Kauf des in Cambridge ansässigen Softwareunternehmens Autonomy für 8 Milliarden Euro bekannt. Damit soll zukünftig der Fokus mehr auf den Softwarebereich gelegt werden und weniger auf die Rubrik Hardware. HP tritt damit in die Fußstapfen seines großen Konkurrenten IBM, der sich bereits vor sechs Jahren von seinen PCs getrennt und für 14 Milliarden einen ganzen Haufen Softwareschmieden eingekauft hatte. (faz.net)
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Bugatti – mit fünf Sitzen in die schwarzen Zahlen
Wer kenn ihn nicht, den unverkennbaren Bugatti Veyron, schnellstes Serienfahrzeug mit Straßenzulassung. Über 400 km/h bringt der Sportbolide auf die Straßen. Die VW-Tochter Bugatti kündigt jetzt mit dem Galibier eine Reiselimousine an, die bis zu fünf Insassen Platz bieten soll. Damit soll der erste Schritt getan werden, um Bugatti langfristig auf finanziell eigenen Beinen stehen zu lassen. Zukünftig soll sich die Marke aus den laufenden Einnahmen selbst finanzieren und damit nicht mehr dem Mutterkonzert auf der Tasche liegen. (n-tv.de)
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Skype will GroupMe kaufen
Noch ist die Übernahme von Skype durch den Softwareriesen Microsoft nicht durch, da wird Skype selbst aktiv und plant das junge New Yorker Unternehmen GroupMe zu schlucken. GroupMe nutzt geschlossene Gruppen um Kommunikation über Smartphones zu ermöglichen. Geschätzter Kaufpreis: rund 80 Millionen Dollar. Auch für Microsoft dürfte die Erweiterung durchaus Vorteile bringen. (n-tv.de)
Anreicherung von Uran mit Lasertechnik
Bekannt ist die Technik bereits seit den 60er Jahren. Doch erst in den letzten Jahren ist es dem US-Konzern GE (General Electric) gelungen, einen Prozess zu entwickeln, der es ermöglicht Laserkraft auch kostengünstig zur Anreicherung von Uran einzusetzen. GE hat will nun eine Fabrik bauen, um Brennstoff für Atomkraftwerke herzustellen. Diese Nachricht ruft Gegner auf den Plan, die die Verbreitung von Atomwaffen unterbinden wollen. Da diese Laseranlagen deutlich kleiner ausfallen als herkömmliche Zentrifugen, die riesige Industrieanlagen benötigen, befürchtet man nun, dass die neue Technik in falsche Hände geraten könnte. (n-tv.de)
Foto: Some rights reserved by dmuth
“Anonymous” hackt GEMA-Seite
Anfang der Woche hackte sich die Aktivisten-Gruppe “Anonymous” auf der Internetseite der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) ein. Zeitweise war die Seite gar nicht zu erreichen. Grund für den Angriff ist ein andauernder Streit zwischen der GEMA und der Internet-Video-Plattform Youtube. Es geht um die Vergütung von Musik-Videos, die deshalb in Deutschland oftmals mit einem Hinweis nicht abgespielt werden können, „da die Gema die Verlagsrechte hieran nicht eingeräumt hat“. (faz.net)
Vaude Chefin Antje von Dewitz
Die Frau an der Spitze der großen deutschen Outdoormarke Vaude ist die Tochter des Firmengründers Albrecht von Dewitz. Mit Rucksäcken begann das Abenteuer im Jahre 1974. Inzwischen ist das Familienunternehmen auf dem Weg zu einem der ökologischsten Outdoor-Unternehmen Europas. Und das vor Allem durch den Einsatz von Antje Dewitz, die nebenher noch vier Kinder großzieht. Als sie Mitte 20 kurz vor dem Abschluss ihres Studiums stand, konnte sie mit der Entwicklung und Einführung der hauseigenen Taschen die Marke Vaude erst über die Bergsportszene hinaus in Deutschland bekannt machen. (faz.net)
Foto: Some rights reserved by taquiman
Tags: Anonymous, Blackberry, Bugatti, GEMA, Google, HP, Nestlè, RIM, Skype, Uran
Von Fabian Huber















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