Friday Bull, 12.08.11
12.08.2011

In unserer Reihe “Friday Bull” gibt Ihnen Fabian Huber wöchentlich eine Zusammenfassung der Neuigkeiten aus der Wirtschaft. Heute u.a. zum Streit zwischen Samsung und Apple, zur Inflation und zu Hühnersuppe.
Foto: Bestimmte Rechte vorbehalten, NYSE, Flickr: Walter Rodriguez (Anpassung)
Ideenklau-Klage: Samsung und Apple im Streit
Diesen Monat sollte das neue Galaxy Tab 10.1 in Deutschland auf den Markt kommen. So die bisherige Planung von Samsung. Jetzt hat Apple am Landgericht in Düsseldorf eine einstweilige Verfügung gegen den südkoreanische Unternehmen erwirkt. Apple wirft Samsung vor, mit dem Galaxy Tab das populäre iPad kopiert und das Design gestohlen zu haben. Das will sich Samsung natürlich nicht gefallen lassen und geht gegen das Urteil vor. (faz.net)
Mir ist klar, dass Apple natürlich nur versucht, die eigene Einzigartigkeit zu schützen und verhindern will, dass der Markt mit offensichtlichen Klonen geflutet wird. Es war doch bisher immer so, dass das Gute und Besondere kopiert wurde. Nur von den Besten schreibt man ab. Ich finde, die Genies aus Cupertino sollten sich nicht so anstellen und lieber an dem nächsten Design feilen. Der Markt ist aktuell immer noch Lichtjahre hinterher. Apple sollte den Vorsprung nutzen, ihn noch weiter ausbauen und nicht Zeit und Geld damit verschwenden, die Konkurrenz auszubremsen. Und seien wir doch mal ehrlich – wie viele Möglichkeiten gibt es denn, einen flachen, rechteckigen Tablett Computer zu entwerfen? Runde oder dreieckige Gehäuse fallen in diesem Fall offensichtlich raus.
Foto: Bestimmte Rechte vorbehalten von cote
Alles wird teurer: Inflation bei 2,4 Prozent
Laut der Nachrichtenseite von n-tv, hat die Inflation im Juli weiter angezogen. Im Vergleich zum Vormonat liegt die Teuerungsrate jetzt bei 2,4 Prozent. Die Warnschwelle der Europäischen Zentralbank liegt bei 2,0 Prozent. Bis zu dieser Grenze gilt die Preisstabilität als gewahrt. Jetzt liegen wir schon seit knapp einem halben Jahr darüber. (n-tv.de)
Ich finde das immer wieder putzig. Eine offizielle Inflationsrate von 2,4 Prozent bedeutet doch auch automatisch, alle kapitalgedeckten Geldanlagen wie z.B. Sparbuch, Renten- und Lebensversicherungen, die eine effektive Rendite unter 2,4 Prozent bringen, sind ein Minusgeschäft. Dabei gehen wir aber brav davon aus, dass die Teuerungsrate auch wirklich nicht höher liegt. Was wird denn, wenn wir in Zukunft 3 oder 4 Prozent erreichen? Die Deutsche Bank hat noch vor ein paar Monaten erklärt, dass sie mit einer Inflationsrate von 5 bis 6 Prozent gut leben kann. Wirklich interessant. Da sollten wir uns doch ernsthaft Gedanken machen.
Die Computer und der Börsencrash
Oftmals konnten wir in den letzten Tagen in der Presse lesen, dass das sogenannte Algorithmic Trading oder auch Algo-Trading in den Krisenzeiten unter Anderem mitverantwortlich sei für die massiven Kursausschläge an der Börse. Wikipedia verrät uns zu dem Thema, dass es sich bei diesem automatischen Handel im Allgemeinen um Computerprogramme dreht, die eigenständig Kauf- und Verkaufsentscheidungen treffen. Inzwischen soll Algo-Trading rund 50% Anteil am Börsenumsatz haben. Es ist also durchaus vorstellbar, dass diese automatisierten Vorgänge einen Einfluss haben können. Wie gespalten die Meinung zu dem Thema ist, zeigt uns aber ein ganz anderer Artikel, der die Berichterstattung der FAZ zu diesem Thema auseinander nimmt. (weissgarnix.de)
CO2-Lagerstätte unter der Erde
Am Fuße der Pyrenäen betreibt der französische Energiekonzern eine Versuchsanlage zur Speicherung von riesigen Mengen Kohlendioxid. Jede Stunde werden vier Tonnen CO2 in ein ehemaliges Erdgasfeld gepumpt. Das ganze soll als vorübergehende Lösung zur Senkung der Treibhausgasemissionen getestet werden. Bis zum Ende des zwei Jahre andauernden Demonstrationsvorhabens soll insgesamt ein Äquivalent eines Ausstoßes von 40.000 Autos aus dem selben Zeitraum in die Tiefe gepumpt werden. (faz.net)
Die größten Börsencrashs in der Geschichte
Die schlimmste Krise in der Geschichte? Der schrecklichste Börsencrash aller Zeiten? Wer das glaubt, der hat noch nicht von dem Tulpencrash von 1634 gehört. Viele blieben damals auf einem Berg von Tulpen sitzen und gingen Pleite. Wer in die Vergangenheit schaut, wird feststellen, dass es Crashs an der Börse in regelmäßigen Abständen immer wieder gab. Die Financial Times Deutschland hat einen wunderbaren Überblick über die letzten Jahrhunderte auf ihrer Seite veröffentlicht. (ftd.de)
Das Pentagon: größter Energieverbraucher der USA
Rund 20 Milliarden US-Dollar kostet das Pentagon die amerikanische Regierung jedes Jahr. Das sind 80 Prozent der gesamten Energiekosten der US-Regierung und 1 Prozent des gesamten Energieverbrauchs der USA. Gigantisch? Absolut! Und das soll sich jetzt ändern. Siemens will in Kooperation mit Boeing mit Hilfe intelligenter Stromnetze und anderer Energiesparenden Technologien den Verbrauch der Einrichtung bis 2020 um ein Drittel senken. Gespart werden muss eben überall. (n-tv.de)
5000 Liter Hühnersuppe aus einem Huhn?
Etiketten versprechen oft mehr, als sie halten können. Laut einer Untersuchung der Verbraucherzentrale Hamburg kann sich der Verbraucher im Grunde genommen kaum auf die Etiketten von Nahrungsmitteln verlassen. Zumindest nicht, wenn es um die Zutaten geht. Demnach würde eine einzige Erdbeere ausreichen, um 100 Tafeln Erdbeerschokolade ihren Namen geben zu dürfen. Dagegen will die EU jetzt vorgehen und härtere Regeln für die Mindestschriftgröße bei Inhaltsstoffen bei Lebensmittelverpackungen aufstellen. (spiegel.de)
Foto: Bestimmte Rechte vorbehalten von glasseyes view
Apple erklimmt den Unternehmens-Olymp

Es ist soweit: Mit einem Börsenwert von 337 Milliarden Dollar verdrängt Apple den bisherigen Spitzenreiter Exxon Mobil von der Spitze der wertvollsten Unternehmen der Welt. Damit rundet der amerikanische Riese einen gigantischen Siegeszug ab, der 1997 unter Führung des CEO Steve Jobs mit dem iMac seinen Anfang nahm. Wer im Frühjahr 2007 kurz vor Einführung des iPhones – damals knackte der Aktienkurs gerade die 100 Dollar Marke – in Apple investiert hätte, der hätte im Juli diesen Jahres fast 300% Gewinn gemacht. Das wäre eine jährliche Rendite von über 40% gewesen. (spiegel.de)
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Bargeld-Klau bei Postsendungen
Im Rahmen eines Tests der Sat.1-Sendung Kerner, verschickte die Redaktion insgesamt 40 Briefe mit Bargeld. Erschreckendes Ergebnis: Bei knapp einem Drittel der Empfänger kam das Geld nicht an. Die Post reagiert zurückhaltend. Dirk Klassen, Sprecher der Post, meint dazu, dass bei 66 Millionen Briefen und 2,6 Millionen Paketen täglich eine Diebstahlquote von 30 Prozent irrwitzig sei, und es längst einen Volksaufstand gäbe wenn dem wirklich so wäre. (spiegel.de)
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Fondsmanager Mark Mobius blickt zunehmend auf Frontier-Markets
Gerade im Zeichen der Währungskrise sieht Mark Mobius, Top-Fondsmanager von Franklin Templeton, die Schwellenländer in einer sehr starken Position. Aufgrund der sehr niedrigen Verschuldungsquote und großen Devisenreserven, stehen diese international sehr viel besser da als viele Industrienationen. Besonders angehende Schwellenländer, sogenannte Grenzmärkte, seien weiter auf dem Vormarsch. Mark Mobius verwaltet unter anderem auch den Templeton Frottier Markets Fonds, der sich genau diesem Anlagefeld widmet. (fondsprofessionell.de)
Tags: Algorithmen, Apple, CO2, Deutsche Post, Energie, EU, ExxonMobil, Franklin Templeton, Inflation, Samsung, USA
Von Fabian Huber















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