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Dow Jones: Das “Wall Street Journal” erscheint bald deutschsprachig

12.08.2011

Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft. Große Konkurrenz könnten die deutschen Wirtschaftszeitungen schon in diesem Jahr bekommen.

Wie der Tagesanzeiger herausgefunden hat, will Dow Jones resp. Rupert Murdochs News Corporation zwischen Ende November und Anfang Dezember das Wall Street Journal online in einer deutschsprachigen Version herausbringen. Dafür wird Murdoch rund 15 Millionen Euro an Startkosten auf den Tisch legen, vermuten Brancheninsider, so die Zeitung.

“Wir wollen eine Lücke am deutschen Markt füllen und eher die Inhalte aus dem angloamerikanischen Raum und Lateinamerika bringen, wo deutsche Korrespondenten in der Regel nicht so breit aufgestellt sind. Die Financial Times Deutschland zum Beispiel ist ein rein deutsches Produkt”, zitiert der Tagesanzeiger einen Dow-Jones-Redakteur. Der Vorteil liegt auf der Hand: Die deutschen Wirtschaftsmedien können nicht auf ein so großes internationales Korrespondentennetz zurückgreifen wie es Dow Jones kann. Und auch Agenturkosten werden aufgrund vorhandener Strukturen nicht so ins Gewicht fallen.

Für Financial Times Deutschland und Handelsblatt heißt das: warm anziehen. Erreicht das deutsche Wall Street Journal die Qualität, die es in seiner amerikanischen bzw. internationalen Ausgabe schon hat, muss die deutsche Konkurrenz fleißig investieren, um nachziehen zu können. Das Handelsblatt fängt damit offensichtlich schon an.

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