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Anschläge in Norwegen: Rechtspopulismus, nicht Islamismus

24.07.2011

Die unmittelbaren Reaktionen einiger Journalisten und Politiker auf das Massaker in einem Jugendlager in Utøya sowie auf das Bombenattentat im Zentrum Oslos waren erstaunlich reflexartig. In vielen Medien wurde fast ausschließlich über einen islamistischen Hintergrund der Tat spekuliert.

Man sah mögliche Gründe in der Beteiligung der Norweger am Afghanistan-Einsatz oder aber das Engagement im Rahmen der NATO im Libyen-Krieg. Alle diese Spekulationen sollten sich als falsch erweisen. Der mutmaßliche Täter ist ein Norweger mit nationalistischen Ansichten, war sogar Mitglied bei den Rechtspopulisten.

Die “Experten”, die sich vorschnell auf eine islamistische Tat festlegten, sind nun eines besseren belehrt worden. Denn der Anschlag in Norwegen macht auf ein ganz anderes Problem aufmerksam: den wachsenden Zuspruch für islamkritische, rassistische Rechtspopulisten in ganz Europa. Besonders alarmierend ist die Tat daher für Dänemark, die Niederlande oder auch Finnland.

Foto: Bestimmte Rechte vorbehalten von Jon Kristian Fjellestad

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