News für Freitag, 22.07.11
22.07.2011

(Erschienen im Newsletter am Freitagmorgen, 22.07.11)
Inhalt:
III - Noch mehr News aus aller Welt
IV - Buchtipp
V - Der Tag
Ungarn: Verschärfung des umstrittenen Mediengesetzes [BFP]
Ohne allzu großes Medienecho stimmte das ungarische Parlament am 12. Juli 2011 einer Verschärfung des umstrittenen neuen Mediengesetzes zu – pünktlich zum Ende Ungarns EU-Ratspräsidentschaft.
Eine umfassende Änderung betrifft die Vergabe von Sendefrequenzen. Haben private TV- und Radiosender Schulden bei der Medienbehörde, dürfen sie sich nicht mehr um die Frequenzen bewerben. Das fatale daran ist: Die Behörde selbst verhängt die Bußgelder, die zu eben jenen Schulden führen können. Und das kann sie auch für redaktionelle Inhalte tun, die aus ihrer Sicht zu kritisch sind.
“Maul halten in Ungarn”
Unter dem Titel “Maul halten in Ungarn” berichtete die WELT erst kürzlich von einem weiteren suspekten Handeln der ungarischen Regierung. Demnach werden 3.400 Mitarbeiter bei den öffentlich-rechtlichen Medien entlassen. Begründet wird dies mit der Notwendigkeit von Einsparungen. Wie die WELT berichtet, befindet sich unter den Geschassten allerdings “zufällig” etliches Personal, das für kritische Berichterstattung bekannt ist.
Weitere Beiträge von breakfastpaper zum Mediengesetz:
- Rebecca Harms: “Auseinandersetzung um ungarisches Mediengesetz darf noch nicht vorbei sein”
- Das ist Zensur: EU-Kommission lässt kritischen Punkt in Ungarns Mediengesetz durchgehen
- Umstrittenes Mediengesetz: EU-Kommission macht Druck auf Ungarn – Zu Recht!
- EU-Land Ungarn schränkt Pressefreiheit ein
The Euro Crisis Song – Spotten über den Euro [BFP]
Krisenverarbeitung mal auf die leichte Art. Die Redaktion des Guardians hat zusammen mit dem Studio 20 NYU einen Video-Clip erstellt, der helfen soll, die Währungskrise zu verstehen. Das Spotten bleibt nicht aus:
- Einigung bei EU-Gipfel: Neues Hilfspaket für Griechenland (FAZ)
… Euro-Sondergipfel: Sarkozy drückt Europäischen Währungsfonds durch (SPIEGEL)
- Zeugen: Syrische Armee verschärft Vorgehen gegen Demonstranten (Reuters)
- Luftbrücke soll hungernde Kinder in Somalia versorgen (AFP)
- Mutmaßlicher Kriegsverbrecher: Hadzic flog wegen Geldmangels auf (SPIEGEL)
- Schuldenstreit: USA nimmt letzten Anlauf für eine Pleite-Einigung (WELT)
- Abhörskandal in Großbritannien: Risiko: Regierungssprecher (Sueddeutsche)
- Japan: Neue Evakuierung um Fukushima (FOCUS)
- Wetter… (BFP)
- Proteste: Tote bei Unruhen in Malawi (NZZ)
- Die “Atlantis” beendet die Ära der Spaceshuttles (tagesschau)
- Heiner Geißler: „Das Verhalten der Bahnhofsgegner ist irrational“ (FOCUS)
- Anonymous-Hack gegen NATO-Server (heise)
- Bundesfinanzhof: Solidaritätszuschlag nicht verfassungswidrig (Reuters)
breakfastpaper mit einem Buchkauf unterstützen:
>> 11.9. – zehn Jahre danach: Der Einsturz eines Lügengebäudes (Amazon-Link)
Am 22. Juli 1944 werden auf der Bretton-Woods-Konferenz der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Weltbank gegründet.
Tags: Anonymous, EU, Euro, Europäischer Währungsfonds, Fukushima, Goran Hadzic, Griechenland, Großbritannien, Guardian, Hunger, Japan, Malawi, Massenproteste, NATO, Nicolas Sarkozy, Pressefreiheit, Raumfahrt, Rettungspaket, Schuldenkrise, Shuttle, Solidaritätszuschlag, Somalia, Syrien, Ungarn, USA, Zensur
Von red















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