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Postrevolutionäres Ägypten: Kriminalität und religiöse Gewalt

08.05.2011

Ägypten kommt nicht zur Ruhe. Nach dem Sturz des Präsidenten Hosni Mubarak mehren sich die Berichte von Bandenkriminalität sowie gewalttätigen religiösen Auseinandersetzungen. So auch an diesem Wochenende.

In der Nacht zum Sonntag lieferten sich koptische Christen – die religiöse Minderheit – und Muslime in Kairo Straßenschlachten, die mindestens zwölf Menschen das Leben kosteten und 230 verletzten.

Hintergrund der Auseinandersetzung war das unter den Salafiten verbreitete Gerücht, dass eine Frau in einer Kirche festgehalten werde, weil sie vom Christentum zum Islam konvertieren wolle. Zwei Kirchen gingen daraufhin in Flammen auf.

Unter der zunehmenden Gewalt sowie den anhaltenden Streiks leidet auch die ägyptische Wirtschaft. Wie Finanzminister Samir Radwan – noch ernannt vom ehemaligen Präsident Mubarak – mitteilte, ist die Produktion durch die Streiks inzwischen bereits um 50 Prozent gesunken.

Foto: Proteste in Ägypten, Flickr: RamyRaoof, CC

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