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Kommt die Öffnung des deutschen Arbeitsmarkts nach Osteuropa zu spät?

01.05.2011

Ab dem 1. Mai öffnet sich der deutsche Arbeitsmarkt für Zuwanderer aus Mittel- und Osteuropa. Das bedeutet: Bürger der EU-Beitrittsländer von 2004 (Polen, Ungarn, Tschechien, Slowenien, Estland, Lettland, Litauen, Slowakei) benötigen in Deutschland keine Arbeitsgenehmigung mehr und können sich für die Arbeitssuche mindestens drei Monate in der Bundesrepublik aufhalten. Für die Einreise müssen die Osteuropäer lediglich einen Personalausweis besitzen.

Gewerkschaften und Linke befürchten, dass durch diese Öffnung viele Unternehmen auf billige Arbeitskräfte zurückgreifen könnten. Doch wird es wirklich einen Ansturm aus dem Osten geben? Wohl kaum.

Nicht alle Länder haben eine Blockade wie Deutschland eingeführt. Arbeiter, die nach Westen wollten, sind schon in den vergangenen Jahren in eines der 13 EU-Länder gezogen, in denen sie von Anfang an willkommen waren. Osteuropäer, die wirklich nach Deutschland wollten, sind ebenfalls meist schon hier.

Dass die Öffnung des Arbeitsmarkts also einen echten “Run” auslösen wird, ist unwahrscheinlich. Dafür kommt sie zu spät.

Übrigens: Für die Rumänen und Bulgaren (Beitritt 2007) bleibt die Freizügigkeit weiterhin eingeschränkt. Möglicherweise sogar bis Ende 2013.

Foto: © davidhamann media

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