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Weißrussland: “Verdächtige” Geständnisse nach Anschlag in Minsk

14.04.2011

Die Befürchtungen, dass der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko den jüngsten Anschlag auf eine Metrostation in Minsk zum Anlass nehmen könnte, die Opposition weiter zu schwächen, scheinen sich zu bewahrheiten.

Nur zwei Tage nach dem Vorfall haben die weißrussischen Behörden mitgeteilt, dass zwei festgenommene Männer ein Geständnis abgelegt hätten. Darüber hinaus sollen sie sich auch zu den Terroranschlägen auf die Feier zum Unabhängigkeitstag im Juli 2008 und in Witebsk im Jahr 2005 bekannt haben.

Nachdem die Sicherheitsdienste in einer “glänzenden Operation” – wie Lukaschenko sie nennt – zum Ergebnis gekommen sind, sollen nun auch Oppositionspolitiker unter die Lupe genommen werden.

Der weißrussische Präsident ordnete an, einige Politiker zu verhören sowie ihre Bemerkungen zum Terroranschlag zu untersuchen.

Weitere Machtdemonstrationen des Staates bekam am Dienstag die Zeitung Niwa zu spüren. Der Geheimdienst besuchte die Redaktion und beschlagnahmte angeblich Video- und Fotoaufnahmen.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist es schwer die Geständnisse zu bewerten. Schon zuvor hatten Menschenrechtler darauf hingewiesen, dass in Weißrussland Aussagen teils mit Folter erzwungen werden.

Foto: Flagge Weißrussland

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