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News für Mittwoch, 13.04.11

13.04.2011

(Erschienen im Newsletter am Mittwochmorgen, 13.04.11)

Elfenbeinküste: Jetzt ist Alassane Ouattara gefragt [BFP]

Die “Forces républicaines de Côte d’Ivoire” (FRCI) haben den ehemaligen Machthaber der Elfenbeinküste, Laurent Gbagbo, verhaftet. Möglich wurde dies – unbestreitbar – durch den Angriff der französischen Spezialtruppen auf die Präsidentenresidenz, in der sich Gbagbo verschanzte. Jetzt geht es an die nächste große Herausforderung: die Einigung des Landes.

Die Anstrengungen des gewählten und von den französischen Truppen unterstützten Präsidenten Alassane Ouattara werden darüber entscheiden, ob die seit fat zehn Jahren von Bürgerkrieg gekennzeichnete Elfenbeinküste wieder zur Ruhe kommt. Ouattara hat es dabei keineswegs leicht.

Neben dem Umgang mit dem Ex-Präsidenten Gbagbo muss Ouattara auch die Unterstellung überwinden, dass er nur aufgrund von Frankreichs Willen den Kampf gewann – denn dies könnte ihm als Schwäche vorgeworfen werden.

Darüber hinaus muss sich der gewählte Präsident mit einem Süden versöhnen, der bei den Präsidentschaftswahlen mit einer Mehrheit seinen jetzt besiegten Erzfeind Gbagbo wählte.

Alassane Ouattara, der in diesem Konflikt ebenfalls längst seine Unschuld verlor, muss zeigen, dass er das Land einen kann. Denn nur er steht zur Verfügung.

Frankreich und Großbritannien für Ausweitung des Libyen-Einsatzes – richtig? [BFP]

Frankreich und Großbritannien sind nach wie vor der Meinung, dass gegen die libyschen Streitkräfte nicht hart genug vorgegangen wird.

“Es reicht nicht”, sagte der französische Außenminister Alain Juppé am Dienstag in Richtung NATO. Und auch sein britischer Amtskollege William Hague forderte mehr von den am Einsatz teilnehmenden Staaten: Nachdem die Briten zusätzliche Kampfflugzeuge bereitgestellt haben, “wäre es zu begrüßen, wenn andere Staaten das auch tun würden”, hieß es von Hague vor dem EU-Außenministertreffen in Luxemburg.

Hintergrund sind die weiter andauernden Angriffe der Truppen des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi auf Rebellenstellungen. Zuletzt waren wieder Hunderte Zivilisten in der Küstenstadt Misurata getötet worden.

NATO-Chef Anders Fogh Rasmussen hatte zuvor dagegen mitgeteilt, dass es keine Ausweitung des Militäreinsatzes geben wird. Soweit man das von Außen und anhand der zugänglichen Informationen beurteilen kann, denke ich, dass die als zu zögerlich angesehene NATO-Strategie weiterhin richtig ist. Denn mehr Flüge bedeuten nicht unbedingt gleich weniger tote Zivilisten.

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NOCH MEHR…

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