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Frankreich und Großbritannien für Ausweitung des Libyen-Einsatzes – richtig?

12.04.2011

Frankreich und Großbritannien sind nach wie vor der Meinung, dass gegen die libyschen Streitkräfte nicht hart genug vorgegangen wird.

“Es reicht nicht”, sagte der französische Außenminister Alain Juppé am Dienstag in Richtung NATO. Und auch sein britischer Amtskollege William Hague forderte mehr von den am Einsatz teilnehmenden Staaten: Nachdem die Briten zusätzliche Kampfflugzeuge bereitgestellt haben, “wäre es zu begrüßen, wenn andere Staaten das auch tun würden”, hieß es von Hague vor dem EU-Außenministertreffen in Luxemburg.

Hintergrund sind die weiter andauernden Angriffe der Truppen des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi auf Rebellenstellungen. Zuletzt waren wieder Hunderte Zivilisten in der Küstenstadt Misurata getötet worden.

NATO-Chef Anders Fogh Rasmussen hatte zuvor dagegen mitgeteilt, dass es keine Ausweitung des Militäreinsatzes geben wird. Soweit man das von Außen und anhand der zugänglichen Informationen beurteilen kann, denke ich, dass die als zu zögerlich angesehene NATO-Strategie weiterhin richtig ist. Denn mehr Flüge bedeuten nicht unbedingt gleich weniger tote Zivilisten.

Foto: Muammar al-Gaddafi, Libysches Staatsfernsehen

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