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Elfenbeinküste: Jetzt ist Alassane Ouattara gefragt

12.04.2011

Die “Forces républicaines de Côte d’Ivoire” (FRCI) haben den ehemaligen Machthaber der Elfenbeinküste, Laurent Gbagbo, verhaftet. Möglich wurde dies – unbestreitbar – durch den Angriff der französischen Spezialtruppen auf die Präsidentenresidenz, in der sich Gbagbo verschanzte. Jetzt geht es an die nächste große Herausforderung: die Einigung des Landes.

Die Anstrengungen des gewählten und von den französischen Truppen unterstützten Präsidenten Alassane Ouattara werden darüber entscheiden, ob die seit fat zehn Jahren von Bürgerkrieg gekennzeichnete Elfenbeinküste wieder zur Ruhe kommt. Ouattara hat es dabei keineswegs leicht.

Neben dem Umgang mit dem Ex-Präsidenten Gbagbo muss Ouattara auch die Unterstellung überwinden, dass er nur aufgrund von Frankreichs Willen den Kampf gewann – denn dies könnte ihm als Schwäche vorgeworfen werden.

Darüber hinaus muss sich der gewählte Präsident mit einem Süden versöhnen, der bei den Präsidentschaftswahlen mit einer Mehrheit seinen jetzt besiegten Erzfeind Gbagbo wählte.

Alassane Ouattara, der in diesem Konflikt ebenfalls längst seine Unschuld verlor, muss zeigen, dass er das Land einen kann. Denn nur er steht zur Verfügung.

Foto: By VOA News, L. Ramirez [Public domain], via Wikimedia Commons

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