Provokant und unnötig: Verbrennung des Koran durch US-Prediger Jones
03.04.2011
Seit bekannt wurde, dass der radikale US-Prediger Terry Jones am 20. März in seiner Gemeinde einen Koran verbrannt hatte, gibt es in Afghanistan andauernde Proteste, die schon etliche Menschenleben forderten.
Das gewalttätige Verhalten der Islamisten muss man verurteilen. Genauso jedoch die Aktion von Jones, der diese Demonstrationen erst hervorrief – im Übrigen auch schon im vergangenen Jahr als die Verbrennung in letztem Moment gestoppt worden war.
Jeder weiß, was die Verbrennung der Heiligen Schrift des Islam nach sich zieht. Es zeugt daher von absoluter Intoleranz und ist schlichtweg bescheuert.
Auch wenn sich die Reaktion bei einer öffentlich gemachten Verbrennung der Bibel im Rahmen halten würde, so wäre auch dies eine absolut unnötige Aktion.
Die Verärgerung religiöser Menschen durch wirklich grundlose Taten, die nur der eigenen Medienpräsenz dienen, ist nicht nur provokant, sondern bringt immer mehr Zündstoff in die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen den unterschiedlichen Religionen.
Foto: Koran, Flickr: dlisbona, CC
Tags: Afghanistan, Islam, Islamisten, Koran, Religion
Von David Hamann















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