News für Freitag, 11.03.11
11.03.2011

(Erschienen im Newsletter am Freitagmorgen, 11.03.11)
No-Fly-Zone über Libyen: Think first before you move! [BFP]
Immer wieder wird darüber diskutiert, eine No-Fly-Zone – eine Flugverbotszone – über Libyen aufzuspannen, um die Aufständischen zu unterstützen und gegen Luftangriffe von Gaddafis Truppen zu schützen.
Die libyschen Rebellen haben sich, so war es in den vergangenen Tagen zu hören, für eine Flugverbotszone ausgesprochen, jedoch gegen eine militärische Intervention ausländischer Truppen – was ein Widerspruch in sich ist.
Erstens würden zum Aufbau einer No-Fly-Zone wahrscheinlich zuallererst die Luftverteidigungssysteme der libyschen Truppen zerstört werden – eine klare militärische Intervention!
Zweitens könnte sich die Situation verschärfen, wenn etwa ein abgestürzter Pilot eines Kampfjets gerettet werden muss. Eine Rettung, die wahrscheinlich über Bodentruppen geschehen würde.
Drittens sind die Meldungen aus Libyen zum Teil so widersprüchlich, dass zuallererst geklärt werden müsste, wer für wen spricht. Ganz allgemein sollte sich die Internationale Gemeinschaft mehr mit der Gruppierung vertraut machen, die sie letztlich unterstützen würde.
Viertens sollten sich die ausführenden Mächte nicht nur bis zur Etablierung der Flugverbotszone Gedanken machen, sondern auch weit darüber hinaus – sowohl politisch als auch militärisch. Denn ein Engagement in Libyen darf mitnichten nach Kontrolle des Flugraums enden.
Live-Blog: Aktuelle Lage in Libyen, 10.03.11 [BFP]
Aufgrund der historischen Ereignisse in Libyen hat breakfastpaper einen Live-Blog eingerichtet. Die Zusammenfassung der Meldungen vom 10. März finden Sie hier:
Live-Blog: Aktuelle Lage in Libyen, 10.03.11, 09.03.11, 08.03.11, 07.03.11
Afghanistan 2010: Mehr tote Zivilisten als je zuvor [BFP]
Neue und – wie so häufig – schlechte Nachrichten aus Afghanistan: Die UN-Mission in Afghanistan hat die Zahl der getöteten Zivilisten für das Jahr 2010 bekanntgegeben.
Demnach starben im vergangenen Jahr 2777 Zivilisten – das tödlichste Jahr seit Beginn des Einsatzes der internationalen Truppen und 15 Prozent mehr als noch 2009.
2080 der zivilen Opfer – oder drei Viertel – fielen den Aufständischen wie den radikal-islamischen Taliban zum Opfer. 440 Menschen starben durch Aktionen der afghanischen und ausländischen Truppen.
Während erstere Zahl verglichen mit 2009 um 28 Prozent zunahm, ging die Zahl der von den Truppen zu verantwortenden Opfer um 26 Prozent zurück.
Diesen erschreckenden Zahlen ist hinzuzufügen, dass 2010 auch das blutigste Jahr für die ausländischen Soldaten war.
Mehr Information bei der UNAMA
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Foto: Tornado-Jet, Flickr: MindPaint, CC
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Von red















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