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Informationschaos Libyen: Was der eine sagt, wird schnell vom anderen dementiert

07.03.2011

Die Lage in Libyen ist weiterhin kritisch. Wer welche Stadt kontrolliert, wie viele Tote es bereits gibt und welche Informationen wirklich neu sind, bleibt oft im Dunklen.

Während im libyschen Staatsfernsehen Bilder von feiernden Gaddafi-Anhängern gezeigt werden und von einer “Befreiung” einzelner Städte durch Regierungstruppen gesprochen wird, zeigen ausländische Medien Berichte über weitere blutige Auseinandersetzungen und sprechen von Luftangriffen auf die eigene Zivilbevölkerung.

Hinzu kommen etliche Augenzeugenberichte, viele Videos, die selten verifizierbar sind, und Twitter-Meldungen zur aktuellen Lage “on the ground”.

Was der eine sagt, wird wiederum schnell vom anderen dementiert. Seien es Al Jazeera- und BBC-Meldungen über Luftangriffe, die später von Russia Today widerlegt werden, oder Berichte des libyschen Staatsfernsehens, die nach Angaben der Opposition “komplett falsch” seien.

Eine am nächsten an der Wahrheit liegende Sicht gibt es nur durch Auswertung und Zusammenziehung möglichst vieler Berichte aus unterschiedlichen Quellen. Auch breakfastpaper aggregiert aus diversen Quellen und fasst Meldungen zur aktuellen Lage in Libyen seit dem 17.Februar in Live-Blogs zusammen. Einen verifizierten, objektiven Überblick kann derzeit niemand liefern.

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