Unisex-Tarife bei Versicherungen: Viele Nachteile, keine Vorteile
02.03.2011
Der Europäische Gerichtshof hat entschieden: Versicherer müssen ihre Prämienkalkulation ändern und dürfen nicht mehr zwischen Männern und Frauen unterscheiden. Ein sehr fragwürdiges Urteil.
Abgesehen vom Eingriff in die Vertragsfreiheit wird das vermeintlich kundenfreundliche Urteil die Preise auf den Kopf stellen. Statistik zählt nicht mehr und wird künftig zu höheren Preisen für alle führen.
Frauen müssen in der Autoversicherung mehr zahlen, obwohl sie statistisch gesehen weniger Unfälle verursachen. Männer müssen dagegen im Todesfallschutz draufzahlen, obwohl sie früher sterben.
Mit dem Urteil wird eine sinnvolle und notwendige Differenzierung aufgehoben. Letztlich mit der Folge, dass es für beide Gruppen viele Nach- und keine Vorteile geben wird.
Foto: Geschlechtertrennung, Flickr: daveynin, CC
Tags: Europäischer Gerichtshof, Versicherungen
Von David Hamann















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