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Live-Blog: Aktuelle Lage in Libyen, 24.02.11

24.02.2011

Die Massenproteste in nordafrikanischen Staaten gehen weiter. In Libyen kommt es immer noch zu brutalen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften. Im Osten Libyens hat Gaddafi die Macht weitgehend verloren. Verfolgen Sie die Ereignisse in unserem Live-Ticker:


Proteste am 24.02.11

+++ 22:00 Uhr: Neues Videomaterial, das angeblich Verwundete der heutigen Schießerei in Az Zawiyah zeigt:

+++ 20:00 Uhr: Die Schweiz friert Gaddafis Vermögen ein.

+++ 17:30 Uhr: Aus der Erklärung der Europäischen Union / Catherine Ashton:

Die EU fordert erneut die sofortige Beendigung der Gewaltanwendung sowie Maßnahmen, mit denen auf die legitimen Forderungen der Bevölkerung eingegangen wird, so auch im Wege eines nationalen Dialogs. Jedwede Einschränkung des Rechts auf freie Meinungsäußerung, einschließlich der Sperrung des Internets, sowie der Versammlungsfreiheit muss mit sofortiger Wirkung auf- gehoben werden. Die Europäische Union steht auf der Seite der libyschen Bevölkerung, deren Wille respektiert werden muss.

Internationalen Menschenrechtsbeobachtern und humanitären Hilfsorganisationen muss sofortiger Zugang gewährt werden. Die EU ist bereit, bei Bedarf humanitäre Hilfe zu leisten.

In diesem Zusammenhang betont die EU, dass diejenigen zur Rechenschaft gezogen werden, die für das brutale Vorgehen und die Gewaltanwendung gegen die Zivilbevölkerung verantwortlich sind. Die EU hat beschlossen, die Verhandlungen mit Libyen über ein EU-Libyen-Rahmen- abkommen auszusetzen und behält sich vor, weitere Maßnahmen zu ergreifen.

Die EU begrüßte darüber hinaus die Erklärung und Forderungen der Vereinten Nation.

+++ 16:00 Uhr: Gaddafi wendet sich in einem Telefongespräch, das im Staatsfernsehen zu hören ist, erneut an die libysche Bevölkerung. Er sagt, die Demonstranten stünden unter Drogen. Verheiratete Personen mit Familien und guten Jobs würden nicht an den Protesten teilnehmen – niemand älter als 20 Jahre würde mitmachen. Gaddafi sieht darüber hinaus al-Qaida für die Unruhen verantwortlich.

+++ 15:15 Uhr: Ein Augenzeuge berichtet Al Jazeera, dass in der Stadt Az Zawiyah erneut auf Protestierende geschossen wurde. Angeblich zielten die Schüsse direkt auf Brust oder Kopf. Die Angreifer hätten nicht zur Abschreckung geschossen, sondern mit der Absicht zu töten. Der Augenzeuge spricht von mindestens 100 Toten und 400 Verletzten.

+++ 14.30 Uhr: Der libysche Botschafter in Marokko tritt – wie schon etliche Botschafter des afrikanischen Staates – zurück und schließt sich der Opposition an.

+++ 13:00 Uhr: Erneut Berichte über Tote in Misrata.

+++ 12:30 Uhr: Nach Angaben der WELT ziehen EU-Staaten Diplomaten zufolge “für den Fall einer Katastrophe für die Menschen in Libyen” Militäraktionen in Betracht. Die EU arbeite dabei eng mit den Vereinten Nationen zusammen, heißt es weiter.

+++ 12:20 Uhr: Kurznachrichten mit Ankündigungen neuer Massenproteste für morgen nach den Freitagsgebeten werden verbreitet…

+++ 12:15 Uhr: Neues Videomaterial, das angeblich den massiven Beschuss auf Zivilisten zeigt:

+++ 11:00 Uhr: Wie gestern berichtet sind deutsche Marineschiffe auf dem Weg nach Libyen, um bei der Evakuierung deutscher Bürger zu helfen. Laut SPIEGEL sind die Fregatten inzwischen im Seeraum zwischen Malta und der libyschen Küste angelangt.

+++ 09:45 Uhr: Al Jazeera hat mit einem Algerier gesprochen, der aus Libyen geflohen ist. Er beschreibt die Situation wie folgt:

[...] Did you see Baghdad? It was like being in Baghdad. They used planes, helicopters. People, women, were screaming, as they were slaughtering people. There were about 60 dead people in Green Square in the centre of Tripoli, these 60 people were slaughtered.

High buildings, the ministry of justice, were burned down. We were just working there, trying to make a living. [...]

+++ 09:20 Uhr: “Wir können nicht alle armen Afrikaner nach Europa lassen, nur weil sie im Moment in Libyen vielleicht keine Arbeit finden”, sagt Bundesinnenminister Thomas de Maizière im ZDF-Morgenmagazin.

+++ 00:30 Uhr: Kanzlermaschine fliegt 74 Menschen aus Libyen aus.

+++ 00:00 Uhr: Präsident Barack Obama hat sich erstmals zur Situation in Libyen geäußert. Er bezeichnet das Blutvergießen als “inakzeptabel und abscheulich”.

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