Hamburg-Wahl: Ahlhaus kämpft weiter – auf verlorenem Posten?
24.01.2011
Die Hamburger Bürgerschaftswahl rückt näher und die Zeichen für den amtierenden Ersten Bürgermeister Christoph Ahlhaus stehen denkbar schlecht:
Die Koalition von CDU und GAL wurde durch die Grünen beendet, obwohl Ahlhaus noch kurz zuvor die Zusammenarbeit lobte. Verbindungen zu einer Studentenverbindung wurden ihm vorgeworfen und sorgten für heftige Kritik. Empörung über die Kosten für die Sicherungsmaßnahmen seiner Villa – rund eine Million Euro an Steuergeldern – kam später hinzu. Er wurde kritisiert für Hochglanzfotos in Schlossherrmanier im Magazin “Bunte” und, als wäre all dies nicht genug, erhielt er auch noch Kritik von seinem ehemaligen Chef und Ex-Bürgermeister Ole von Beust. Resultat: Die Umfragewerte der Hamburger CDU dümpeln seit Monaten auf niedrigstem Niveau – zuletzt bei 26 Prozent. Wie will der gebürtige Heidelberger CDU-Politiker dies noch herumreißen?
Christoph Ahlhaus will sich mit den Leistungen der letzten Jahre profilieren – gerade die Innenpolitik hebt er hervor. Der Rückgang der Kriminalität in Hamburg war nur mit der CDU möglich, so Ahlhaus. Weiterhin setzt der Bürgermeister auf “Olaf-Scholz-Bashing”. Er rechnet vor, was die Wahlversprechen vom SPD-Spitzenkandidat kosten würden und stempelt sie schlichtweg als “unseriös” ab. Der Bürgermeister besucht die Wochenmärkte genauso, wie er sich Berliner Politprominenz einlädt – Karl-Theodor zu Guttenberg war schon hier, Bundeskanzlerin Merkel ebenfalls.
Kämpfen will Christoph Ahlhaus weiter. Dass er das Ruder noch herumreißen wird, darf bezweifelt werden. Zu groß der Vorsprung der SPD, zu groß die vorangegangene Kritik.
Foto: By Axel Martens (Template:CDU Hamburg) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons
Tags: Christoph Ahlhaus, Hamburger Bürgerschaftswahl, Olaf Scholz
Von David Hamann















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