USA: Schlechtreden des US-Dollars mit Motiv
11.01.2011
Griechische Zustände in den USA? Während sich die Starökonomen im vergangenen Jahr überwiegend mit der Eurokrise befassten, gibt es nun einen Schwenk auf die andere Seite des Atlantiks.
“Amerika bleiben höchstens fünf Jahre, eher sogar weniger, um seinen Haushalt in Ordnung zu bringen – sonst werden die Finanzmärkte die USA ins Visier nehmen wie Griechenland”, sagt Barry Eichengreen, Berkeley-Professor und Währungsexperte, in einem Interview mit der “Financial Times Deutschland“.
Der Ökonom sieht sogar das Ende des Dollars als alleinige internationale Leitwährung. “Mit dem sinkenden ökonomischen Gewicht der USA steuert die Welt auf ein System mit mehreren internationalen Leitwährungen zu”, so Eichengreen.
Ähnlich kritische Worte kamen vor wenigen Tagen sogar von US-Finanzminister Timothy Geithner. Er warnte vor einem Zahlungsausfall Amerikas und malte ein düsteres Szenario der Folgen für die Wirtschaft (Berichterstattung siehe hier).
Wie bereits im Artikel zu den Aussagen von Geithner erwähnt, hat das derzeitige Schlechtreden des Dollars ein Motiv: Die in den USA gesetzlich festgeschriebene Schuldengrenze, welche nach Ansicht der Regierung von Barack Obama angehoben werden soll.
Foto: Euro, Dollar, Pfund; Flickr: oskay, CC
Tags: Barry Eichengreen, Dollar, Schuldenkrise, Timothy F. Geithner, USA, Währungen
Von David Hamann















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