Filed Under:  Ausland, News, Politik

USA: Finanzminister warnt vor Staatsbankrott

08.01.2011

“Ein katastrophaler wirtschaftlicher Schaden und möglicherweise noch schwerere Folgen als die Finanzkrise von 2008 und 2009″ – so malt US-Finanzminister Timothy Geithner das Szenario eines Zahlungsausfalls des amerikanischen Staates.

Am Donnerstag wandte sich Geithner mit einem Brief an alle US-Senatoren und Abgeordnete des Repräsentantenhauses. Sein Aussage: Der amerikanische Staat rücke stetig näher an die gesetzlich verankerte Schuldengrenze von 14,3 Billionen Dollar und der Puffer betrage nur noch 335 Milliarden Dollar. Deshalb müsse jetzt, auch mit Stimmen der Republikaner, die Obergrenze angehoben werden – passiere dies nicht, drohe der Zahlungsausfall.

Was fällt dem kundigen Leser auf?

Die Haushaltssituation der USA ist in der Tat ein enormes Problem, das täglich größer wird. Doch erzählt uns Geithner damit etwas neues? Nein!

Die drastischen Warnungen scheinen eher ein politisches Manöver zu sein, die es der Administration von US-Präsident Barack Obama erlauben sollen, mehr Geld aufzunehmen.

Ob die Grenze angehoben wird oder ob sich die Republikaner dagegen versperren – klar ist (schon lange), dass die Amerikaner endlich mehr Anstrengungen unternehmen müssen, um die Staatsfinanzen zu sanieren.

Foto: US-Dollar, Flickr: HeyRocker, CC

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