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WikiLeaks: Der Druck nimmt zu

02.12.2010

Nach der spektakulären Veröffentlichung von US-Diplomatendepeschen gerät der Gründer der Enthüllungsplattform WikiLeaks, Julian Assange, immer mehr unter Druck.

Der Oberste Gerichtshof in Stockholm, Schweden, wies am Donnerstag eine Klage von Assange ab, mit welcher der WikiLeaks-Chef die Aufhebung seines Haftbefehls wegen Vergewaltigungsverdacht erreichen wollte. Seit den Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs lässt Assange verlauten, dass es sich dabei um eine gezielte Schmutzkampagne gegen ihn handele.

Weiteren Ärger, der die Plattform direkt betrifft, kommt vom Internetdienstleister Amazon. WikiLeaks wird ab sofort an der Verteilung der jüngsten Enthüllungen über die Amazon-Server gehindert. Der Internetriese hatte offenbar auf Druck des Weißen Hauses die Dokumente entfernen müssen und verweigert der Plattform nun die weitere Nutzung der Services. Der Schritt wird nach Angaben der “Washington Post” mit der Verletzung der Nutzungsbedingungen begründet. Die Enthüllungsplattform hat unterdessen bereits Ersatz gefunden – bei einem europäischen Provider.

WikiLeaks zynische Stellungnahme bei Twitter:

Als wäre dies alles nicht genug, setzt sich nun auch der US-Talkshow-Master Todd Schnitt für die Verhaftung von Assange ein. Eine Belohnung von 50.000 US-Dollar will er für Hinweise zahlen, die zur Ergreifung des WikiLeaks-Chefs führen.

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