Filed Under:  BFP, Newsletter-Archiv

News für Sonntag, 14.11.10

14.11.2010

Gorleben: Wo lagern die Castoren wirklich? [BFP]

Anlässlich der vor wenigen Tagen durchgeführten Castor-Transporte lohnt sich der etwas genauere Blick ins Wendland, nach Gorleben.

Nachdem ich heute noch einmal einen inzwischen sieben Jahre alten Artikel der ZEIT las, begann ich parallel nachzufragen: Wo lagern eigentlich die Castoren, die jetzt aus Frankreich ins Wendland gebracht wurden? Die Antworten waren: “Im Salzstock”, “tief unter der Erde”, “auf jeden Fall in einem Umfeld, wo sie für lange Zeit – tausende Jahre – ohne ständige Überwachung lagern können”.

Da Gorleben als Endlager noch nicht zugelassen ist und erst einmal als “Zwischenlager” fungiert, befindet sich der radioaktive Abfall eben noch nicht in den Tiefen unserer Erde, sondern wird überirdisch gelagert.

Eine, der entscheidenden Aussagen aus dem Artikel der ZEIT von 2003:

Ich reibe mir verwundert die Augen und sage: Moment, Axel, das bedeutet also, dass im Salzstock keine Castoren sind? Nein, sagt Axel noch mal, sie stehen überirdisch in der grünen Kühlhalle, nichts weiter. Es ist kein Castor im Salzstock. Es gibt zurzeit nicht einmal ein Verfahren, wie die Castoren in 30 Jahren geöffnet werden sollen, damit der Müll in die Pollux-Behälter wandert. Dieses Verfahren wird nun in den nächsten Jahrzehnten erst entwickelt werden müssen, sagt Axel. Ich sage: Das ist ein Witz! Er: Nein, das ist kein Witz. Ein Verfahren muss erst noch entwickelt werden, und das geschieht in einer weiteren Halle auf dem Gelände des Zwischenlagers, in der so genannten PKA – Pilotkonditionierungsanlage. Sie können keine tonnenschweren Castoren in den Stock hinunterlassen, sie brauchen leichtere Behälter.

Lesen Sie hier den gesamten Artikel: Die Legende vom Salzstock (ZEIT)

Eurokrise: Finanzielle Unterstützung für Irland “sehr wahrscheinlich” [BFP]

Nach Angaben des britischen Nachrichtensenders BBC ist es nicht länger die Frage, ob die EU das krisengeschüttelte Irland finanziell unterstützen wird, sondern vielmehr wann.

Auf den European Financial Stability Fund (EFSF) kommt demnach eine Summe von 60 bis 80 Milliarden Euro an Hilfsmaßnahmen zu.

Während die EU-Kommission noch keine offizielle Stellungnahme herausgab, zitierte die Nachrichtenagentur Reuters eine anonyme Quelle, welche die finanzielle Unterstützung für Irland als “sehr wahrscheinlich” einstufte.

Kurz zuvor hatte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso auf dem G20-Gipfel Irland für den Fall der Fälle die volle Unterstützung zugesagt.

Dem Internationale Währungsfonds (IWF) liegt nach Angaben von IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn noch kein Antrag auf finanzielle Hilfeleistungen vor.

Quelle: BBC (engl.)

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(Erschienen im Newsletter am Sonntagmorgen, 14.11.10)

Fotos: Transportbehälterlager Gorleben, WikiMedia Commons; EU-Kommission, Flickr: tiseb, CC

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