Filed Under:  BFP, Newsletter-Archiv

News für Mittwoch, 10.11.10

10.11.2010

USA: Explosion und Austritt radioaktiven Wassers in zwei Atomkraftwerken [BFP]

In den USA mussten innerhalb kurzer Zeit zwei Atomkraftwerke abgeschaltet werden.

In Buchanan, nördlich von New York City, explodierte ein Transformator und löste damit eine Notabschaltung aus. Nach offiziellen Angaben wurde dabei niemand verletzt.

Weniger als eine Stunde später kam es zum nächsten Zwischenfall. In Vernon, im US-Bundesstaat Vermont, trat radioaktives Wasser aus einer undichten Leitung aus. Eine Reparatur war offenbar unausweichlich. Das Kraftwerk wurde vom Netz genommen.

Die US-Atomaufsicht versuchte nach den beiden Meldungen zu beschwichtigen. Die kurz aufeinander Folgenden Ausfälle seien ein “reiner Zufall” gewesen und hätten nichts miteinander zu tun. Außerdem habe zu keiner Zeit eine Gefahr für die Bevölkerung bestanden, so die Aufsicht.

Quelle: WSJ (engl.)

Kubicki: “Schäuble steht unter Drogen”; Sprecher Offer tritt zurück [BFP]

Schäubles Bedauern über den Umgang mit seinem Sprecher Michael Offer hat als Entschuldigung offenbar nicht ausgereicht. In einem Brief an den Bundesfinanzminister kündigte Offer nun seinen Rücktritt von seinem Posten an. Er genieße nicht mehr das volle Vertrauen seines Chefs, zitierten einige Medien aus dem Schreiben.

Zuvor hatten sich bereits mehrere Politiker auf die Seite von Offer gestellt und den öffentlichen Umgang Schäubles mit seinem Sprecher kritisiert.

Die Spitze des Eisbergs war – wie schon häufig zuvor – eine Aussage vom FDP-Fraktionschef im Kieler Landtag, Wolfgang Kubicki: “Der Mann steht unter Drogen”, kommentierte der FDP-Politiker das Verhalten von Schäuble.

Sehen Sie hier das Video der Pressekonferenz mit Schäuble und Offer

Wirtschaftsinteressen und Militäreinsätze: Guttenberg in der Kritik [BFP]

Was bei Bundespräsident Horst Köhler zum Rücktritt führte, greift Bundesverteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg nun erneut auf. Dürfen Militäreinsätze den wirtschaftlichen Interessen Deutschlands dienen?

Nach Ansicht von Guttenberg sollte mit dem Thema offener umgegangen werden. Auf der Europäischen Sicherheitskonferenz am Dienstag in Berlin sagte der Verteidigungsminister mit Hinblick auf Köhlers Äußerungen: “Ich frage mich bis heute, was so verwegen an dieser Aussage war”. Über das Thema sollte “ohne Verklemmung” gesprochen werden können, so Guttenberg.

Der enorme Bedarf an Rohstoffen steige und könne durch eine Verknappung das Wohlergehen Deutschlands beeinträchtigen. Mit Blick auf die Piraterie sagte der Minister, das sich Fragen für unsere Sicherheit stellen, die von strategischer Bedeutung seien.

Für seine Äußerungen erntete Guttenberg Kritik bei allen Oppositionsparteien.

Quellen: SueddeutschederWesten

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(Erschienen im Newsletter am Mittwochmorgen, 10.11.10)

Fotos: Indian Plant Atomkraftwerk in Buchanan, Flickr: Tony the Misfit, CC; Wolfgang Kubicki / Λοῦκας, WikiMedia Commons, CC

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