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Scharfe Vorwürfe sorgen für Spannung vor G20-Gipfel

08.11.2010

Am 11. und 12. November ist es soweit. Die Staats und Regierungschefs der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer werden sich zum G20-Gifpel in Seoul, Südkorea, treffen und – vermutlich überwiegend – über die Währungs- und allgemeine Geldpolitik diskutieren.

Der Beschluss der amerikanischen Notenbank Federal Reserve, US-Staatsanleihen für 600 Milliarden Dollar zu kaufen, sorgt bereits im Vorfeld für viel Kritik. Während sich einige Stimmen nur mit zurückhaltenden Phrasen wie “Die Notenbank hat getan, was sie tun musste” äußern, sprechen andere die Problematik deutlicher an.

Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle wird in der Online-Ausgabe der “Financial Times Deutschland” (FTD) zitiert: “Die expansive Geldpolitik der USA bereitet mir Sorge, weil eine übermäßige Geldvermehrung auch eine indirekte Manipulation des Dollar-Kurses ist”.

Und Brüderle steht nicht alleine dar. Auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble sieht die amerikanische Geldpolitik zunehmend kritisch. Dem SPIEGEL sagte er: “Die Beschlüsse der US-Notenbank erhöhen die Unsicherheit in der Weltwirtschaft”.

Nach Angaben der FTD heißt es aus Regierungskreisen, dass auch Bundeskanzlerin Angela Merkel ähnlich denke und die Amerikaner beim anstehenden G20 zur Rede stellen will.

>> Lesen Sie hier, wie die USA von einem schwachen Dollar profitieren. <<

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Foto: Südkorea-Flagge, Flickr: Camera on autopilot, CC

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