Filed Under:  BFP, Newsletter-Archiv

News für Dienstag, 12.10.10

12.10.2010

Index: Hunderte Millionen von Menschen leiden an Hunger [BFP]

Der neu erschienene Welthungerindex (“Global Hunger Index”, GHI) des “International Food Policy Research Institute” (IFPRI), der “Welthungerhilfe” und “Concern Worldwide” zeigt alarmierende Zahlen.

Im Jahr 2009 stieg die Zahl der Hungernden auf mehr als eine Milliarde Menschen. Im Jahr 2010 sank diese Zahl zwar auf 925 Millionen, doch die Situation wird weiterhin als “ernst” eingestuft.

Die extremsten Hungerraten findet man demnach unterhalb der Sahara sowie in Südasien (siehe eingebettete Karte).

Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UNO (FAO) definiert Hunger als den Konsum von weniger als 1.800 Kilokalorien pro Tag – das Minimum, das die meisten Menschen für ein gesundes und produktives Leben benötigen.

Welthungerkarte
Link zum vollständen Global Hunger Index (Flash)

Europaweites Rauchverbot in Planung [BFP]

Ein komplettes Rauchverbot an öffentlichen Plätzen und in Verkehrsmitteln – das ist das Ziel von EU-Gesundheitskommissar John Dalli.

Im kommenden Jahr will die EU neue Pläne zu einem verstärkten Rauchverbot sowie zur Verringerung der Gesundheitsgefahr durch Rauchen vorlegen. Ob nun ein geringerer Nikotin-Gehalt oder das nicht öffentliche Ausstellen von Zigaretten in Geschäften. John Dalli tut alles um seiner Idealvorstellung ein wenig näher zu kommen. “Das Ideal ist ein rauchfreies Europa”, wird er in einem Pressebericht zitiert.

Das öffentliche Rauchverbot soll demnach ebenfalls ausgeweitet werden. Ausnahmen für Eckkneipen und Bierzelte sind nach Meinung von Dalli nicht sinnvoll. Und um dem Ganzen etwas mehr Aussagekraft zu verleihen, wies er auf die aktuellen Zahlen hin: Rauchen töte jedes Jahr 650.000 Europäer und verursache damit enorme Produktivitätsverluste in der Wirtschaft sowie hohe Gesundheitskosten.

Diplomatische Spannungen zwischen Norwegen und China [BFP]

Angespannte Beziehungen des Westens mit China gibt es derzeit nicht nur im Streit um die Währungsfrage (hierund hier), sondern zunehmend auch auf höchster diplomatischer Ebene.

Nach der Verleihung des Friedensnobelpreises an den inhaftierten chinesischen Dissident Liu Xiaobo hat China eine erste “Antwort” gegeben. So wurde ein für diese Woche geplantes Treffen der norwegischen Fischerei-Ministerin kurzfristig abgesagt.

China hatte bereits zuvor massiv gegen die Verleihung des Preises an Xiaobo protestiert. Selbst der norwegische Botschafter musste infolgedessen in Peking Rede und Antwort stehen.

Quelle: Deutsche WelleReuters

+++ BFP-Buchschau Oktober 2010

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(Erschienen im Newsletter am Dienstagmorgen, 12.10.10)

Fotos: Philip Flämig/WelthungerhilfeZigarettenstummel, Flickr: lleuger, CC; Norwegen/China Flagge

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