BFP-Buchschau Oktober 2010
03.10.2010
Ein neuer Monat, eine neue Buchschau. breakfastpaper hat für Sie erneut eine Reihe von Büchern gesichtet. Interesse an einem Exemplar? Bestellen Sie es doch direkt über diese Seite und unterstützen Sie unsere Berichterstattung.
Die BFP-Buchschau erscheint immer am ersten Sonntag des Monats.
Aktualisierte und erweiterte Ausgabe Eine Erkundung der linken Lebenswelten – persönlich, boshaft und sehr unterhaltsam. « Mit so viel Witz und scharfer Intelligenz hat sich noch keiner in Deutschland die Linke vorgenommen. » Roger Köppel, Die Weltwoche
Unser Wohlstand ist in Gefahr, schlägt Ex-Bundesfinanzminister Peer Steinbrück Alarm. Seine ausführliche Bestandsaufnahme umreißt die jetzige Lage sowie die deutsche Politik der letzten Jahre. Ganz Staatsmann, rekonstruiert Steinbrück die vier Phasen der Finanzkrise von 2007. Ganz Parteipolitiker, verliert der gebürtige Hamburger seine SPD nicht aus den Augen – ebenso nicht, wie Bundestagswahlen gewonnen werden.
Machtpolitisch wird laut Steinbrück künftig China neben den USA den Sitz des Co-Piloten bei der Weltwirtschaft einnehmen. Finanzpolitisch sieht der SPD-Politiker Europa in einer Zwickmühle zwischen Inflation und dem „Kärrnerakt, den Staatshaushalt zu konsolidieren“. Gleichzeitig macht Steinbrück deutlich, warum der Euroraum nur unter strengen Kriterien erweitert werden dürfe. Zudem erklärt der Finanzexperte, wie der deutsche Sozialstaat gerettet werden könne. Konkret spricht sich Steinbrück für eine Umsatzsteuer auf Transaktionen auf dem Finanzmarkt aus, verteidigt den Kern der Agenda 2010, brandmarkt Integrationsprobleme, fordert eine differenzierte Zuwanderung – und warnt vor der Macht der Rentner.
Seit über einem halben Jahrhundert das Standardwerk der Jugendforschung in Deutschland: Was die Jugend denkt, wünscht, hofft, fürchtet hier steht es.
Die Zeit:
Die Shell Jugendstudie 2010 fragt nach, wie es der Jugend nach der Finanz- und Wirtschaftskrise geht: Wie gehen die Jugendlichen mit dem Druck und der Unsicherheit um, die sich aus den globalen Entwicklungen ergeben? Wie sieht sich die junge Generation mit all ihren Erwartungen an die eigene Zukunft in einer etablierten Gesellschaft fühlen sie sich wahrgenommen und respektiert?
gibt auch Antworten über die Bereitschaft der Jugend, sich politisch und gesellschaftlich zu engagieren
setzt die Langzeit-Berichterstattung über die junge Generation in Deutschland seit über 50 Jahren fort, indem jugendliche Lebenswelten, Rollenverständnis sowie Einstellungen zur Politik erfragt werden
basiert auf den Ergebnissen einer aktuellen und repräsentativen Befragung Jugendlicher in 2010 und zeichnet so ein aktuelles Portrait der jungen Generation
Was hält die deutsche Gesellschaft zusammen? Wird die Kluft zwischen reich und arm, intelligent und doof wirklich immer größer, und sind wir nicht alle schon längst in einem Strudel der allgemeinen Doofheit gefangen? Ob Bildungsbürger oder Ballermann, Brauchtumspatrioten oder Multikultispießer sind sie alle “typisch deutsch” oder einfach nur “typisch dumm”?
Bestsellerautor Thomas Wieczorek beweist in seinem neuen Buch einmal mehr, dass er mit seinen provokanten Thesen und Recherchen Diskussionen in Gang bringen kann. Gewohnt bissig und fundiert deckt er auf, wer beim Spiel mit der Dummheit wirklich die Fäden in der Hand hält.
Muss es wirklich auch Fünfer und Sechser geben?
Etwas ist faul an unseren Schulen, etwas läuft ganz und gar nicht rund in unzähligen Klassen. Wie kann es sonst sein, dass schon kleine Kinder die Lust am Lernen verlieren, dass sich Eltern und Lehrer vollkommen ohnmächtig fühlen, dass eine Sortierung in Haupt-, Real- oder Gymnasialschüler wichtiger ist als die individuelle Förderung eines jeden Kindes?
Doch wer ist schuld an der aktuellen Schulmisere? Die Lehrerin Sabine Czerny ist überzeugt: Es sind nicht die ehrgeizigen Eltern, die eigentlich nur das Beste für ihre Kinder wollen. Und auch nicht die Lehrer, die sich zwischen Bildungs- und Sortierauftrag komplett aufreiben. Und schon gar nicht die Schüler. Die Schuld liegt eindeutig bei unserem Schulsystem. Einem System, das sich unerbittlich und bürokratisch über das Wohl der Kinder stellt.
Das ist kein Buch über den Tod, das ist ein Buch über das Leben. Über jeden einzelnen der Tage, die noch vor uns liegen. Über unsere Träume und Wünsche, denen wir oftmals keine Chance auf Erfüllung geben. Über unsere Liebe zu anderen Menschen, die wir vielfach nicht auszusprechen wagen. Über die Liebe zu uns selbst, die in unserem Leben häufig nicht existiert. Über Möglichkeiten, die uns das Leben eröffnet, die wir aus Angst nicht ergreifen oder aus Unachtsamkeit nicht erkennen. Über vermeintlich erstrebenswerte Ziele, die uns im Nachhinein bewusst werden lassen, dass wir auf dem Weg dorthin viel Bedeutsameres einfach übersehen haben. Über das Leuchten in unseren Augen, das sich allmählich verliert.
Unser Leben leben wir ein einziges Mal. Es gibt keine Chance, es das nächste Mal besser zu machen. Wirklich leben heißt, immer wieder den Versuch zu wagen, nach unseren eigenen Maßstäben zu leben. Es ist nie zu spät, die Reise zu seinen Möglichkeiten anzutreten.
Dieses Buch ist ein Begleiter für die vielen noch ungeschriebenen, weißen Seiten Ihres Lebens.
Der Untergang von Arcandor mit seinen Marken Karstadt und Quelle ist eine der größten Pleiten der deutschen Nachkriegsgeschichte. 100 000 Mitarbeiter blickten in den Abgrund, Tausende Gläubiger verloren ihr Geld. In leer geräumten Karstadt- Häusern heißt es heute “bonjour tristesse” statt “Schöner shoppen in der Stadt”. Die Mehrheitsaktionärin Madeleine Schickedanz verlor ein Milliardenvermögen. Der einstige Starmanager und Sonnyboy Thomas Middelhoff ruinierte seinen Ruf. Die traditionsreiche Privatbank Sal. Oppenheim verstrickte sich in die Arcandor- Pleite und ging unter. Hagen Seidel erzählt diese Geschichte voller Spannung und Dramatik. Er gibt tiefe Einblicke in die Verflechtungen deutscher Unternehmen und Banken und zeigt, wie Manager im großen Stil versagten und ein bedeutender Konzern rücksichtslos und zum Schaden der Beschäftigten, ja einer ganzen Volkswirtschaft, geplündert wurde.
Die Explosion der Schulden im Westen und der Aufstieg Chinas im Osten schaffen eine brisante Situation: Während der Dollar seinen Status als Leitwährung verliert und der Euro ums Überleben kämpft, setzt Peking seine “Volkswährung” Yuan als Waffe ein, um zur alles überragenden ökonomischen Supermacht aufzusteigen. Das Ringen um die Vorherrschaft in der Weltwirtschaft des 21. Jahrhunderts wird mit Währungen ausgetragen. Unser Geld befindet sich im Zangengriff der Politik – häufig zum Nachteil der Bürger. Der Euro hätte die Chance, der ruhende Pol des globalen Devisensystems zu werden, kämpft wegen seiner politischen Geburtsfehler aber ums Überleben. Die traditionelle Währung Gold wird für immer mehr Private zu einem bevorzugten Wertaufbewahrungsmittel, sieht sich aber dem aktiven Misstrauen der Regierungen ausgesetzt. Um das Geld der Welt tobt ein Kampf. Als Arbeitnehmer und Sparer ist jedermann vom Ausgang dieses Kampfes betroffen. Das Buch “Weltkrieg der Währungen” schildert, wie der Wert des Dollar langsam, aber sicher unterhöhlt wird, wie geschickt China nach der monetären Macht greift und vor welchen Zerreißproben die europäische Un-Einheitswährung Euro steht. Der Weltkrieg der Währungen wird die globale Wirtschaft erschüttern. Jeder sollte vorbereitet sein und sich vor dem finanziellen Fall-out schützen.
Erstmals nach seinem Ausscheiden aus der aktiven Politik meldet sich Peter Struck ausführlich zu Wort. Dabei lässt der ehemalige SPD-Fraktionsvorsitzende und Verteidigungsminister nicht nur die zurückliegenden Jahre Revue passieren, sondern kommentiert auch in gewohnt sympathischer Offenheit die innen-, außen- und parteipolitischen Entwicklungen der Gegenwart.Als Peter Struck im Herbst 2009 nach knapp dreißig Jahren als Abgeordneter den Bundestag verließ, verlor die politische Landschaft der Bundesrepublik eine ihrer markantesten Figuren. Denn Struck ist einer der letzten seiner Art: Er verkörpert den Politiker, der sagt, was er denkt, und tut, was er sagt. Nach wie vor bereit, seine Standpunkte streitbar zu vertreten, bewertet er in seinem Buch das erste Jahrzehnt der Berliner Republik – darunter die Nachwirkungen der Ära Rot-Grün, das folgenschwere Zerwürfnis zwischen Gerhard Schröder und Oskar Lafontaine, die neudefinierte Sicherheitspolitik nach dem 11. September, die Agenda 2010 und auch die Große Koalition, deren Probleme sich durch die Finanzkrise noch verstärkten. Kritisch analysiert er den Start von Schwarz-Gelb, aber auch den heutigen Zustand der SPD. Und er erzählt davon, wie er sich nach zwei Schlaganfällen wieder ins Leben zurückkämpfte und wie Politik wirklich funktioniert: von Freundschaften und Rivalitäten, Kompromissen und Prinzipien, von Mehrheitsfindungen im Fraktionssaal – oder auch im Hinterzimmer. Ein sehr persönliches Buch, das einen ungeschminkten Blick wirft hinter die Kulissen bundesrepublikanischer Macht.
Werden wir in Zukunft genug Wasser haben? Genug für 9 Milliarden Menschen, die trinken und sich ernähren müssen? Zwei Jahre lang hat Erik Orsenna den Planeten auf der Spur des Wassers bereist. Sein Buch erschließt uns das ganze Universum des Wassers – seine Gefahren, aber auch seine unabweisbaren Schönheiten.
Schon heute leidet die Hälfte der Menschheit unter Wassermangel, verschmutztem Trinkwasser oder gewaltigen Überschwemmungen. Mit dem Klimawandel werden sich die Extreme verschärfen. Und schon jetzt ist die gefährliche Trockenheit in Europa angekommen. Orsennas literarisch glänzende Reportagen führen uns bis in die entferntesten Regionen dieser Welt. Er begegnet Bauern in Marokko, die das immer trockenere Land fruchtbar machen, Politikern in China, die gigantische Staudämme bauen, Ärzten in Kalkutta, die die Cholera-Kranken behandeln, Wissenschaftlern in Israel, die gegen das Vorrücken der Wüste ankämpfen. Seine hellwachen Beobachtungen, seine luziden Erklärungen, seine kritischen Fragen und sein menschlicher Blick lassen uns eindringlich erfahren, welchen Bedrohungen unser Planet und seine Bewohner täglich ausgesetzt sind. Und wir begreifen nach und nach, mit welchen Lösungen wir unsere Zukunft retten können.
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Artikelbild (Bücher) von ginnerobot, Flickr, CC
Von red















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