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Street View: Was ist eigentlich das Problem?

13.08.2010

Jeden Tag neue kritische Äußerungen zu Googles geplanter Einführung seines “Street View”-Dienstes in Deutschland. Da melden sich Politiker und Datenschützer zu Wort, die offensichtlich keine Ahnung haben, wie sie mit dem Problem umgehen sollen. Aber welches Problem eigentlich?

Google will die Straßen in großen Städten Deutschlands fotografieren und diese Daten anschließend öffentlich im Internet zur Verfügung stellen. Die Fotos zeigen, was jeder Bürger sehen kann und auch selbst fotografieren darf: Straßen, Hausfassaden, Autos (ohne Nummernschilder), Personen (unkenntlich gemacht). Ein freiwilliges Entgegenkommen von Google erlaubt dem Einzelnen nun sogar der Abbildung seines Hauses zu widersprechen. Also: was ist eigentlich das Problem?

Und während sich die deutsche Öffentlichkeit weiter über die bösen Dienste von Google aufregt, wird nebenher beispielsweise die Einführung von Nacktscannern diskutiert und der Kontodaten-Austausch mit den USA beschlossen (SWIFT). Dass wir alle bereits täglich mit RFID-Chips herumlaufen ist auch OK.

Nun können die Politiker aus Trotzigkeit die Fotos ihrer Häuser widerrufen und weiter herumposaunen, was in Sachen Datenschutz alles passieren muss. Vielleicht fragt man sie einfach: was ist eigentlich das Problem mit diesem Dienst? Und wieso spricht keiner über “Sightwalk“?

Ein Kommentar von David Hamann

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