Deutsch-Amerikanische Differenzen vor G20-Gipfel
22.06.2010
Mit Spannung wird der G20-Gipfel Ende der Woche in Toronto, Kanada, erwartet. Diskussionen um die richtige Finanz- und Wirtschaftspolitik gibt es bereits im Vorfeld. Während US-Präsident Barack Obama fordert, die Prioritäten weiterhin auf Wachstumsstärkung zu legen – so sollen etwa Länder mit hohen Handelsüberschüssen mehr für das globale Wachstum tun –, verteidigt Bundeskanzlerin Angela Merkel das schwarz-gelbe Sparpaket und warnt davor, die Konjunkturprogramme in gleicher Form weiterzuführen oder gar neue aufzulegen. “Es geht nicht um ein radikales Sparprogramm, sondern es geht darum, dass man bei anhaltendem wirtschaftlichen Aufschwung nicht die gleichen Konjunkturprogramme immer weiter fahren muss”, so die Kanzlerin. Auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble steht zu den aktuellen Vorhaben: “Wir setzen genau das um, was international seit Monaten als Exit-Strategie besprochen worden ist”. Wer sich beim G20-Gipfel in Kanada wirklich durchsetzt und ob es gemeinsame Beschlüsse bzw. eine einheitliche Linie geben wird, stellt sich an diesem Wochenende heraus.
Weitere Berichterstattung:
Zoff vor G20-Gipfel in Toronto: Merkel lässt sich von Obama nicht beirren (Stern)
Konjunkturprogramme: Merkel gibt Obama im Sparstreit Kontra (Handelsblatt)
Germany Rejects Obama’s Call on Growth, Stoking G-20 Conflict (Bloomberg)
G20 Toronto Summit (engl.)
Tags: Angela Merkel, Barack Obama, Deutschland, G20, Kanada, Toronto, USA, Wolfgang Schäuble
Von red















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