am 09.März 2010 04:30 in News
News für Dienstag, 09.03.10
EU: Pläne um Europäischen WÄHRUNGSFONDS werden konkreter
Als Konsequenz aus der Griechenland-Krise werden Stimmen nach einem Europäischen Währungsfonds lauter. Bereits am heutigen Dienstag wird die EU-Kommission in Straßburg über erste Pläne für einen Europäischen Währungsfonds (EWF) beraten. Neben Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker findet das Vorhaben auch bei Bundeskanzlerin Angela Merkel grundsätzliche Unterstützung. Es seien aber “noch viele Fragen offen”, kommentierte Merkel. Ein Sprecher von EU-Währungskommissar Olli Rehn erklärte, es gehe auch aus zeitlichen Gründen nicht “um eine sofortige Antwort auf die Krise in Griechenland”.
Berichterstattung: FTD, Focus, Reuters
ERDBEBEN im Osten der Türkei: Bereits über 50 TOTE
Ein Erdbeben der Stärke 6,0 hat im Osten der Türkei mehr als 50 Menschen das Leben gekostet. Am gestrigen Montagmorgen erschütterte das Beben die Provinz Elazig und ließ ganze Dörfer in sich zusammenfallen. Nach offiziellen Angaben von Gesundheitsminister Recep Akdag gibt es bisher 51 Todesopfer. Die EU-Kommission hat der Türkei Hilfe angeboten.
Berichterstattung: Welt, Deutsche Welle
Karte: Elazig, Türkei (Google Maps)
Mehr als 500 Tote bei MASSAKER in Nigeria
Bei einem Angriff von Muslimen auf Christen sind in Nigeria mehr als 500 Menschen ums Leben gekommen. Die moslemischen Nomaden griffen offenbar drei christliche Dörfer im Bundesstaat Plateau an, brannten Hütten nieder und metzelten Frauen, Männer und Kinder mit Macheten nieder. Internationale Reaktionen verurteilten den Angriff und sehen die religiösen Spannungen mit großer Besorgnis. UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon rief unmittelbar zu Klärungsgesprächen auf: “Die politischen und religiösen Führer des Landes sollten sich zusammensetzen und eine dauerhafte Lösung für die Ursachen der Gewalt ausarbeiten”.
Berichterstattung: SPIEGEL, Wiener Zeitung
Karte: Plateau, Nigeria (Google Maps)
EADS verliert Riesengeschäft mit US-Luftwaffe
Der amerikanische Airbus-Partner Northrop Grumman hat das gemeinsame Angebot für das Tankflugzeuggeschäft mit der US-Regierung am gestrigen Montag zurückgezogen und damit einen herben Rückschlag für EADS beschert. Unfaire Wettbewerbsbedingungen und eine Ausschreibung, die ganz auf den Konkurrenten Boeing zugeschnitten ist, wurden als Gründe genannt. Airbus-Chef Thomas Enders äußerte sich auf Anfrage der Financial Times Deutschland empört: “Anders als die erste Ausschreibung, die wir vor zwei Jahren klar gewonnen hatten, ist die jetzige Ausschreibung maßgeschneidert auf den kleineren und weniger leistungsfähigeren Flieger der Konkurrenz. Es geht hier nicht mehr um das beste Tankflugzeug und auch nicht um einen fairen Wettbewerb”.
Das Geschäft mit der US-Luftwaffe sollte 179 Tankflugzeuge bzw. 35 Milliarden US-Dollar groß sein.
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