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News für Montag, 01.03.10

01.03.2010

ERDBEBEN in Chile: Opferzahlen erhöhen sich auf über 700

Nach dem gewaltigen Erdbeben an Chiles Küste ist die Zahl der Toten nach offiziellen Angaben auf über 700 gestiegen. Weiterhin zerstörte das Beben der Stärke 8,8 rund zwei Millionen Häuser und Wohnungen. Auch wenn das genaue Ausmaß der Naturkatastrophe noch nicht bekannt ist, sprach Präsidentin Michelle Bachelet in einer Fernsehansprache bereits von der “schlimmsten Tragödie der letzten 50 Jahre”. Aufgrund der teils sehr heftigen Nachbeben (bis zu einer Stärke von 6,9) verbrachte die Bevölkerung der Stadt Concepción die letzte Nacht der Vorsicht halber im Freien.

Trotz einer Tsunami-Warnung für den Pazifik blieben die befürchteten Flutwellen in Hawaii, Russland und Japan aus bzw. traten nur in abgeschwächter Form auf. Stärker traf es dagegen die Küstengebiete Chiles, wo selbst große Schiffe bis ins Stadtzentrum geschwemmt wurden.

Nachbarländer, die USA, die Vereinten Nationen und die Europäische Union haben Chile bereits unmittelbare Katastrophenhilfe angeboten. “Die UN, insbesondere der Nothilfekoordinator, stehen bereit”, sagte VN-Generalsekretär Ban Ki Moon am Sonntag in New York.

Berichterstattung: ZEIT, Deutsche Welle, SPIEGEL
Karte mit Epizentrum und allen Nachbeben: Chile (Google Maps)
Live-Berichterstattung: TV Nacional de Chile (USStream)
Fotogalerie: National Geographic

EUROPA: über 50 TOTE durch Orkantief “Xynthia”

Ein Sturmtief hat in Westeuropa über 50 Menschen das Leben gekostet. Am stärksten wütete “Xynthia” in Frankreich, wo durch Überschwemmungen bereits mindestens 45 Opfer zu beklagen sind. Auch im Südwesten Deutschlands richtete das Orkantief schwere Schäden an. Böen bis zu 166 Stundenkilometer entwurzelten Bäume, deckten ganze Häuserdächer ab und töteten dadurch 4 Menschen. Im Saarland wurde folgend der gesamte Zugverkehr eingestellt. Die stärksten Böen erreichte “Xynthia” mit 228 Stundekilometern in Spanien.

Das gesamte Ausmaß des Orkantiefs konnte noch nicht festgestellt werden, doch schon jetzt kamen bei dem Sturm mehr Menschen um, als bei dem zerstörerischen Orkan „Kyrill“ im Jahre 2007.

Berichterstattung: FAZ, Sueddeutsche

CDU SPONSORING-AFFÄRE auch in SACHSEN

In der Sponsoring-Affäre trifft es nun auch die Sachsen-CDU. Etwa wie in Nordrhein-Westfalen bietet die Partei zu Veranstaltungen Gespräche mit dem Ministerpräsidenten gegen Entgelt an. Für bis zu 8000 Euro konnten Unternehmen Standflächen bei der heutigen “Denkfabrik Sachsen” erwerben und erhalten damit Fototermine und Kurzgespräche mit Regierungschef Stanislaw Tillich. Am gestrigen Sonntag nahm auch Bundeskanzlerin Angela Merkel zu diesem Vorgehen Stellung: “Ich darf [...] nicht das Amt des Ministerpräsidenten vermischen mit dem Sponsoring und den Eindruck erwecken, als würde mit diesem Amt geworben”, verurteilte die Parteichefin.

Berichterstattung: ZEIT/dpa, FR-Online

TADSCHIKISTAN hat NEUES PARLAMENT gewählt

In der früheren Sowjetrepublik Tadschikistan sind die Parlaments- und Kommunalwahlen zu Ende gegangen. Offizielle Ergebnisse werden erst im Laufe des heutigen Montag bekanntgegeben, Beobachter rechnen jedoch fest mit einem Sieg der Volksdemokratischen Partei von Präsident Emomali Rachmon.

Zweifel an einem demokratischen Ablauf der Wahl gab es im Vorfeld von der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).

Berichterstattung: Deutsche Welle, AFP
Karte: Tadschikistan (Google Maps)

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