News für Sonntag, 28.02.10
28.02.2010
ERDBEBEN erschüttert Chile, TSUNAMIWARNUNG für Pazifikinseln
Am gestrigen Samstag wurde Chiles Küste von einem starken Erdbeben erschüttert. Laut vorläufigen offiziellen Angaben wurden dabei 214 Menschen getötet und bis zu 400.000 weitere obdachlos. Weiterhin wurden große Teile der Infrastruktur zerstört: Telefonleitungen sind weitestgehend ausgefallen, Häuser und Brücken stürzten ein und der Flughafen wurde geschlossen. Das Epizentrum des Bebens befand sich etwa 100 Kilometer nordöstlich der Stadt Concepción und erreichte eine Stärke von 8,8. Die Auswirkungen waren selbst in Brasilien und Argentinien noch spürbar. Informationen über das gesamte Ausmaß des Bebens werde es frühestes in drei Tagen geben, erklärte das nationale Katastrophenministerium.
Während auch in der Nähe von Conecpción Flutwellen die Küstenorte trafen, gab es für viele Pazifikinseln Tsunami-Warnungen. Auf Hawaii wurden Bewohner und Touristen in den Küstengebieten evakuiert, auf den Robinson-Crusoe-Inseln verursachte der ausgelöste Tsunami bereits große Schäden und sorgte für weitere Todesopfer. Australien und Hawaii blieben wenig später von großen Auswirkungen verschont.
Links zu allen relevanten Medienquellen mit aktuellsten Nachrichten: Google Docs
Karte mit Epizentrum und allen Nachbeben: Chile (Google Maps)
Live-Berichterstattung: TV Nacional de Chile (USStream)
Fotogalerie: National Geographic
ÖLPEST in Italien nähert sich der Adria
Nach dem Sabotageakt in einer Raffinerie in der Lombardei (BFP, 25.02.10) nähert sich die Ölpest weiter der Adria. Alleine am Samstag haben Kräfte des Katastrophenschutzes 200.000 Liter Öl aus dem Fluss Po gepumpt. Dennoch geben sich die Behörden zuversichtlich: “Ich bin davon überzeugt, dass nicht ein Tropfen Öl das Meer erreicht“, sagte Italiens Zivilschutzchef Guido Bertolaso.
Seit Dienstag sind bereits Hunderte Tiere an der Ölpest verendet. Rund zehn Millionen Liter Heizöl und Diesel wurden bei dem Sabotageakt in den Fluss geleitet.
Berichterstattung: Tagesschau, Welt
Griechenland: STREIT mit Deutschland
Die Schuldenkrise in Griechenland entwickelt sich immer mehr zu einem bilateralen Streit mit Deutschland. Nachdem am Freitag ein Verbraucherschutzverband in Athen zum Boykott deutscher Waren aufrief, sorgte Ministerpräsident Giorgos Papandreou für einen weiteren Eklat: Er bezeichnete die deutschen Reparationszahlungen aus dem Zweiten Weltkrieg als weiterhin ungelöst. Auch Hinsichtlich eines Titel des Nachrichtenmagazins “Focus” vom 22. Februar 2010, kommt es weiter zu Protesten. Verbraucherschützer verteilten am Wochenende in der Athener Innenstadt Protestflyer mit der Aufschrift “Die Verfälschung einer Statue der griechischen Geschichte, Schönheit und Zivilisation, die aus einer Zeit stammt, wo sie (die Deutschen) Bananen auf Bäumen gegessen haben, ist unverzeihlich und nicht hinnehmbar”. Das Magazin “Focus” hatte auf dem Titelbild die Venus von Milo mit einem ausgestreckten Mittelfinger abgebildet und die Geschichte “Betrüger in der Euro-Familie” getitelt.
Kommenden Freitag wird Ministerpräsident Papandreou zu seinem Antrittsbesuch nach Berlin kommen und sich mit Bundeskanzlerin Angela Merkel treffen.
Berichterstattung: Reuters, FTD
Weitere Informationen: Titelblatt des “Focus”
Tags: Angela Merkel, Australien, Chile, Concepción, Erdbeben, Focus, Giorgos Papandreou, Griechenland, Guido Bertolaso, Hawaii, Italien, Lombardei, Öl, Ölpest, Robinson-Crusoe-Inseln, Tsunami
Von red















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