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News für Donnerstag, 25.02.10

25.02.2010

ISLAND: EU-Beitritt in 2 JAHREN?

Ein EU-Beitritt Islands rückt in greifbare Nähe. Am vergangenen Dienstag sprach die Brüsseler EU-Kommission den Regierungen der Europäischen Union eine Empfehlung für die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen aus. Es gebe für das von der Finanzkrise gebeutelte Land “keine Abkürzung im Beitrittsprozess”, jedoch seien auch keine großen Probleme zu erwarten, sagte Erweiterungskommissar Stefan Fülle. Wichtige Forderungen der Kommission sind “ernsthafte Anstrengungen” im Umweltschutz und eine Einigung in der Fischereipolitik, sowie in Finanzfragen.

Die Chancen stehen gut, dass Island binnen zwei oder drei Jahren Mitglied der EU wird. Die Isländer erhoffen sich von diesem Beitritt viele Chancen. Wirtschaftsminister Gylfi Magnússon sagte: “Es gibt viele Vorteile als EU-Mitglied, aber der Euro ist mit Abstand der wichtigste”.

Berichterstattung: FR-Online, Focus, Handelsblatt
Karte: Reykjavík, Island (Google Maps)

BERNANKE: Rechnungshof darf kontrollieren, Leitzins bleibt

US-Notenbankchef Ben Bernanke hat sich bei seiner halbjährlichen Anhörung vor dem US-Kongress dafür ausgesprochen, dass der Rechnungshof GAO die finanziellen Hilfsprogramme der Federal Reserve untersucht. Auch wenn Bernanke damit auf seine Kritiker zugeht und sogar die Veröffentlichung der Namen der Banken, die entsprechende Hilfen in Anspruch genommen haben unterstützt, so lehnt er eine politische Einflussnahme auf die Geldpolitik rigoros ab. Diese Einflussnahme dürfe es nicht geben, “damit die Fed ihre Entscheidungen im langfristigen wirtschaftlichen Interesse der Amerikaner treffen kann”. Hinsichtlich der extrem niedrigen Zinsen, gab der Fed-Chef den US-Börsen am Mittwoch eine positive Meldung: ”Die jüngste Anhebung des Diskontsatzes war kein geldpolitisches Signal”. Der Leitzins werde noch “für längere Zeit” auf dem jetzigen Rekordtief bleiben.

Berichterstattung: FTD, SPIEGEL, Welt

SABOTAGE: 600.000 Liter Öl verseuchen Fluss in Italien

Bis zu 600.000 Liter Öl und Benzin sind bei einem Sabotageakt in der Lombardei im Norden Italiens in den Fluss Lambro geflossen. Unbekannte hatten in der Nacht die Ventile der Tanks einer stillgelegten Raffinerie geöffnet und damit eine erhebliche Umweltkatastrophe ausgelöst. Nachdem Zivilschutz und Feuerwehr vergeblich versuchten das Öl aufzuhalten, droht es nun in den lebenswichtigen Fluss Po zu strömen. Etliche Tiere sind bereits in den Ölverseuchten Gewässern verendet.

Ersten Gerüchten zufolge werden Bauspekulanten hinter der Tat vermutet.

Berichterstattung: Deutsche Welle, Sueddeutsche, Tagesschau
Karte: Lombardei, Italien (Google Maps)

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