News für Montag, 15.02.10
15.02.2010
AFGHANISTAN: Offensive TÖTET mindestens ZWÖLF ZIVILISTEN
Es ist der zweite Tag der Großoffensive in der südafghanischen Provinz Helmand. Nachdem die Zivilbevölkerung bereits vor dem Angriff gewarnt wurde, sind nun doch Zivilisten Opfer der Militäroperation geworden. Zwei NATO-Raketen hatten ihr Ziel verfehlt und dabei mindestens zwölf Zivilisten getötet, teilte die ISAF mit. Die Entschuldigung wurde direkt beim afghanischen Präsidenten Hamid Karzai abgegeben. ISAF-General Stanley McChrystal sagte: “Es ist bedauerlich, dass im Laufe unserer gemeinsamen Anstrengungen Unschuldige ihr Leben verloren”.
Nach Angaben eines afghanischen Armee-Generals kamen bei den weiteren Gefechten 30 bis 35 Taliban-Kämpfer ums Leben. Reuters berichtete ebenso von einem getöteten US-Soldaten.
Berichterstattung: SPIEGEL, Welt, Focus
ROSTOCK: AMOKLÄUFER TÖTET zwei MENSCHEN
In Rostock hat ein 51 Jahre alter Mann willkürlich zwei Passanten erstochen. Der psychisch kranke Mann griff unmittelbar vor seine Wohnung einen Mann mit einem Messer an und stach ihn nieder. Als eine weitere Passantin dem Opfer zur Hilfe eilte, kam der Täter zurück und stach auch sie nieder. Gestoppt wurde der Täter schließlich von einem Polizisten, der ihn mit einem Schuss in den Oberschenkel außer Gefecht setzte.
Berichterstattung: Focus, Sueddeutsche, FAZ
HARTZ-IV-DEBATTE: WESTERWELLE bekräftigt seine Haltung
Bundesaußenminister und FDP-Chef Guido Westerwelle bekräftig trotz immenser Kritik seine Aussagen in der Hartz-IV-Debatte. Im Deutschlandfunk sagte Westerwelle: “Der Sozialstaat muss treffsicherer werden”. Weiterhin bestätigte er seinen Vorwurf, diejenigen, die arbeiten, würden zu den “Deppen der Nation” und nannte es zynisch, dass sich Erwerbstätige dafür entschuldigen müssten, dass sie von ihrer Arbeit etwas behalten wollten. CDU und Opposition kritisierten Westerwelle weiter, während führende FDP-Politiker sich hinter die Aussagen des Außenministers stellten.
Berichterstattung: ZEIT/dpa, Deutsche Welle
Griechenland: US-BANKEN halfen bei Verschleierung
Laut einem Bericht der “New York Times” sollen US-Großbanken jahrelang geholfen haben, die wachsende Verschuldung Griechenlands zu verschleiern. So habe Goldman Sachs dem Land kurz nach dem Euro-Beitritt einen Kredit gewährt, der als Währungsgeschäft verbucht wurde. Dadurch tauchten mehrere Milliarden Dollar nicht in den Haushaltsbüchern und somit nicht als Schulden auf.
Neben Goldman Sachs soll auch JP Morgan Chase solche Deals in Europa getätigt oder zumindest an diesen beteiligt gewesen sein – nicht nur in Griechenland.
Berichterstattung: Tagesschau, FTD
Tags: Afghanistan, Amoklauf, Europäische Union, Finanzkrise, Goldman Sachs, Griechenland, Guido Westerwelle, Hartz-IV, Helmand, ISAF, JP Morgan, Mardscha, Muschtarak, NATO, Rostock, USA
Von red















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