Filed Under:  News, Newsletter-Archiv

News für Samstag, 30.01.10

30.01.2010

UNTERSUCHUNGSAUSSCHUSS: Keine Reue von Blair

Am gestrigen Freitag war der britische Ex-Premier Tony Blair vor dem Untersuchungsausschuss zum Irak-Krieg geladen. Er sollte Rechenschaft für den im Jahre 2003 an der Seite der USA bestrittenen Einmarsch in den Irak ablegen. Die sechsstündige Befragung wurde live im Fernsehen übertragen und viele Briten hofften bei diesem Ereignis auf eine Entschuldigung und bekennende Reue – vergeblich. Er sei 2003 fest überzeugt gewesen, dass der Irak über Massenvernichtungswaffen verfüge, betonte Blair. Er empfinde kein Bedauern und hält den Krieg noch heute für richtig: “Die Welt ist sicherer jetzt”, sagte er vor dem Ausschuss.

Berichterstattung: SPIEGEL, ZEIT, Sueddeutsche

ENTTARNUNG deutscher STEUERSÜNDER?

Daten von 1500 Steuerhinterziehern für 2,5 Millionen Euro? Ähnlich wie in der Liechtenstein-Affäre, bietet derzeit ein Informant der deutschen Finanzverwaltung Daten von Kapitalanlegern an und will dafür Millionen kassieren. Die Steuersünder mit Konto in der Schweiz müssen um ein Strafverfahren bangen. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) denkt offenbar schon über diesen Deal nach.

Berichterstattung: FAZ, Handelsblatt, Stern

ALTHAUS wird LOBBYIST bei Magna

Thüringens Ex-Ministerpräsident Dieter Althaus wechselt von der Landespolitik in die Industrie. Zum 1. Februar fängt er beim kanadisch-österreichischen Autozulieferer Magna International an, Ende April will er sein Landtagsmandat niederlegen. Althaus hatte seinen Kontakt zur Magna-Führung beim Übernahmekampf um Opel ausgebaut und wird sich in seiner neuen Position im Unternehmen künftig um Großkunden Volkswagen kümmern. Wie erwartet gab es kritische öffentliche Reaktionen – als “Lobbykratie” bezeichnete Thüringens Linkspartei diesen Schritt.

Berichterstattung: FTD, Handelsblatt, Focus

TOYOTA RÜCKRUF: 1,8 Millionen Autos zurück in die Werkstatt

Rund ein Viertel der Jahresproduktion muss Toyota nun auch in Europa zurückrufen – 1,8 Millionen Autos. Aufgrund einer weiteren Rückrufaktion vor wenigen Tagen in den USA (2,3 Millionen Autos), erlebt der japanische Autohersteller zunehmend einen erheblichen Image-Schaden. Nun hat sich das US-Parlament eingeschaltet: Ende Februar soll Toyota im Repräsentantenhaus Stellung zu den Problemen nehmen.

Berichterstattung: Tagesschau, FTD

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