Filed Under:  News, Newsletter-Archiv

News für Freitag, 29.01.10

29.01.2010

ERGEBNISSE der Londoner AFGHANISTAN-KONFERENZ

Das Ergebnis der gestrigen Afghanistan-Konferenz in London ist eine neue Strategie: bis 2011 soll die afghanische Armee und Polizei über 300.000 Mann zählen, bis 2014 soll die Verantwortung über das Land an die Regierung abgegeben werden. Auch sprach man aus die Korruption mehr bekämpfen zu wollen und gemässigte Taliban durch finanzielle Leistung wieder in die Gesellschaft einzubinden.
Gastgeber Gordon Brown feierte die Ergebnisse der Konferenz und sprach schon in seiner Eröffnungsrede von einem “Moment der Entscheidung”. Außenminister Guido Westerwelle bewerte das Ergebnis ebenfalls als einen “strategische Neuanfang”.

Alles in allem ist es eine Strategie, die frühere Visionen von Demokratisierung und Menschenrechten sehr zurückstellt und mögliche Abzugstermine in den Vordergrund rückt.

Berichterstattung: ZEIT, Tagesschau, SPIEGEL

FED: US-Senat bestätigt BERNANKE

Nach wochenlanger Kritik bestätigten Demokraten und Republikaner die zweite Amtszeit für Fed-Chef Ben Bernanke. Nur 70 der 100 Senatoren stimmten allerdings für seine erneute Berufung und bescherten ihm damit das knappste Ergebnis seit jeher. Seine Herausforderung als Präsident der Federal Reserve wird es einerseits sein, den richtigen Zeitpunkt für die Einsammlung der in den Wirtschaftskreislauf gepumpten Milliarden zu finden, aber auch die Unabhängigkeit der Fed zu verteidigen. Viele Stimmen forderten in den vergangenen Wochen die Macht der US-Notenbank zu beschneiden.

Berichterstattung: FTD, SPIEGEL, Handelsblatt

GRIECHENLAND und der EURO

Hoffnungen, dass Griechenland seine brisante Haushaltslage selbst in den Griff bekommt, gibt es noch. Die Probleme belasten jedoch jetzt schon die gesamte Währungsunion. Der Euro fällt und fällt und Stimmen nach einer Rettungsaktion für Griechenland werden lauter – auch unter Beteiligung Deutschlands. FTD-Informationen zufolge gibt es bereits Gespräche zwischen den entscheidenden Hauptstäden.

Berichterstattung: FTD, Welt

EZB-Nachfolge: Weber gegen Draghi

Die Amtszeit von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet läuft im Herbst 2011 aus und macht Platz für einen möglichen deutschen Nachfolger. Doch statt den von der Bundesregierung gewünschten Kandidaten Axel Weber (derzeit Bundesbankpräsident) zu unterstützen, gibt es Stimmen im Europaparlament, die Mario Draghi, derzeit italienischer Notenbankchef, bevorzugen. Gerade Vertreter Merkels Partei, melden sich zu Wort. CDU-Politiker Werner Langen sagte: “Der italienische Notenbankpräsident Mario Draghi ist eindeutig besser”.

Berichterstattung: FAZ, Handelsblatt

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